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Schulen schließen als „Ultima Ratio“: Kommt Schweiz bald auch im strengen Lockdown an?

© AP Photo / Mark Keppler Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)
Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)  - SNA, 1920, 04.01.2021
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Viele Länder haben vor den Weihnachtstagen die Corona-Maßnahmen zugespitzt. Dazu gehörte auch die Schweiz, auch wenn die Maßnahmen des Landes deutlich lockerer aussehen als in den meisten Nachbarländern. Mittlerweile fangen jedoch auch Experten über Schulschließungen an zu reden. Kommt die Schweiz nun im Lockdown an?
Ende Dezember hat sich die Schweizer Regierung auf weitere Corona-Maßnahmen geeinigt. Seither ist das Land in einem eher lockeren Lockdown angekommen. Doch Experten raten zum Gespräch: Verschlechtert sich die Lage in der Schweiz oder bleibt gleich, werden strengere Maßnahmen zum Zuge kommen. Schulen müssen dann auch schließen.
Verschärfung der Maßnahmen 18.12.

Am 18. Dezember beschloss der Bundesrat, dass vom 22. Dezember bis zum 22. Januar 2021 die neuen Maßnahmen gelten sollen. Demnach müssen Restaurants schließen – ausgenommen von dieser Regelung sind nur Betriebs- und Schulkantinen und Restaurants in Hotels. Auch Sportbetriebe dürfen nicht öffnen. Man darf mit fünf Personen draußen weiterhin Sport machen und Profisport darf ebenfalls ohne Zuschauer stattfinden. Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater, Museen, Bibliotheken und Zoos müssen ebenfalls ihren Betrieb einstellen.

Läden dürfen dagegen weiterhin offenbleiben. Zwar ist die Anzahl der Kunden in den Geschäften eingeschränkt, und die Geschäfte müssen strenge Schutzkonzepte befolgen, doch offen bleiben sie über die Feiertage. Außerdem gilt für die Läden und Geschäfte eine Sperrstunde von 19 bis 6 Uhr morgens. An Sonn- und Feiertagen bleiben die Geschäfte ebenfalls zu.

ExpandierenMinimieren
Lukas Engelberger, der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) blickt trübe in die Zukunft. Wenn die Zahlen weiteransteigen würden, so müsse das Thema Schulschließungen erneut in den Vordergrund gerückt werden. Am Sonntagabend sagte er in der Tagesschau des „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF), dass die Zahlen der vergangenen Tage einen „vorsichtig bleiben“ lassen.
„Stärkere Maßnahmen werden sich nicht vermeiden lassen, wenn wir in den kommenden Wochen wieder hohe Zahlen mit einer steigenden Tendenz haben werden“, sagte er weiter zum SRF.
Lukas Engelberger
Präsident der kantonalen Gesundheitskonferenz

Letztes Mittel

Es gebe nicht viele Maßnahmen, welche man abseits der Schulschließung vollbringen könnte, um die täglichen Neuinfektionen zu mindern, so Engelberger. Um diese niedrig zu halten, müssen die Kontakte noch strenger reduziert werden: sowohl im Arbeitsleben als auch in den Schulen.
Öffnung der Skigebiete in der Schweiz - SNA, 1920, 30.12.2020
Lockerungen in der Schweiz: Öffnung der Skigebiete und Aufhebung des Alkoholverbots
Die Schulschließung wird in der Schweiz als das „Ultima Ratio“ angesehen. Dennoch sei es eine der effektivsten Varianten, denn durch den Fernunterricht blieben oft die Kinder wie auch die Eltern Zuhause. Am Mittwoch soll der Bundesrat in der Schweiz über neue Auflagen diskutieren – dies nachdem er am 30. Dezember darauf verzichtete, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

Langes Warten auf neue Zahlen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Montag die Zahlen der letzten fünf Tage veröffentlicht: Seit dem 31.12.2020 seien 9665 Neuinfektionen gemeldet worden. 189 neue Todesfälle wären zudem im BAG registriert worden. Dass die Schweiz fünf Tage ohne aktualisierte Zahlen von Neuinfektionen auskommen musste, erntete dem BAG viel Kritik.
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