Ramelow für Einschränkung von Bewegungsradius in Thüringen

© AP Photo / Michael SohnThüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Archiv)
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Archiv) - SNA, 1920, 04.01.2021
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will in seinem Bundesland die Corona-Einschränkungen verschärfen. Er habe dem Kabinett vorgeschlagen, den Bewegungsradius der Menschen auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken, berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Außerdem kündigt Ramelow demnach eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar an. Auch Schulen und Kitas sollen so lange geschlossen bleiben, berichtet Reuters. Entscheidungen werde das Thüringer Kabinett am Dienstag nach den Bund-Länder-Gesprächen fällen.
Ramelow reagierte damit auch auf den Ansturm, den es am Wochenende auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald gab, wo sich entgegen den Kontaktbeschränkungen Menschen aus verschiedenen Landesteilen sowie aus Franken begegneten.

Lockdown an Schulen mindestens eine Woche verlängern – GEW

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert eine Verlängerung des Lockdowns an den Schulen um mindestens eine Woche. „Das ist dringend notwendig, weil momentan noch nicht seriös eingeschätzt werden kann, wie sich Silvester bei den Infektionszahlen auswirkt”, sagt GEW-Chefin Marlis Tepe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge.
Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)  - SNA, 1920, 03.01.2021
Realschullehrerverband wirft Politik Ignoranz vor

Bundesländer uneinig über Öffnung von Schulen und Kitas

Die Bundeskanzlerin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Dienstag über eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland entscheiden. Zuvor war berichtet worden, dass sich in der Frage zum Kita- und Schulbetrieb bei den Landeschefs Differenzen abzeichnen. Dieser Stand zeigte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Schaltkonferenz der Staatskanzlei-Chefs am vergangenen Samstagnachmittag. Länder mit hohen Fallzahlen wollten ihre Kitas und Schulen weiter geschlossen halten.
Solche mit geringeren Zahlen – wie etwa Bremen, Hamburg oder Hessen – plädierten dafür, Kindergärten und Schulen bis zur siebten Klasse ab dem 11. Januar zu öffnen. In höheren Klassen soll dann Wechsel- oder Distanzunterricht gehalten werden, hieß es. Einzelne Länder regten auch ein Vorziehen der Winterferien an, die je nach Land zwischen dem 1. und 15. Februar beginnen.

Aktuelle Infektionszahlen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt insgesamt 1.775.513 Corona-Infektionen (Stand: 04.01.2021, 00:00 Uhr) in Deutschland, das ist ein Plus von 9847 zum Vortag. Weitere 302 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 34.574 Menschen an dem Virus gestorben. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 1.401.200 Menschen, rund 19.300 mehr als am Vortag. Aktuell gibt es in Deutschland etwa 339.800 Menschen, die aktiv an Covid-19 erkrankt sind, rund 9.700 weniger als am Vortag.
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