„Hoffe auf ein Jahr 2021 ohne Maske!“ – Eindrücke vor Berlins größtem Impfzentrum

In der Arena Köpenick, dem größten Impfzentrum Berlins, laufen seit Montag wieder die Impfungen gegen das Sars-Coronavirus-2. Zum ersten Mal werden neben Pflegepersonal auch ältere Menschen über 90 geimpft. Wie läuft das Ganze ab und was sagen die Geimpften zur Impfung?
SNA News hat sich ein Bild vor Ort verschafft.
Wie funktioniert der mRNA-Impfstoff?

Das Erbgut beziehungsweise DNA im Zellkern ist der Träger der genetischen Information. Alle Proteine, die die Zelle für unterschiedliche Prozesse einsetzt, sind dort in Form eines Codes festgehalten. Aber produziert werden sie außerhalb des Zellkerns.

Wird ein Protein benötigt, dann wird zunächst im Zellkern eine Abschrift des jeweiligen Gens angefertigt, die als „Messenger RNA“, „Boten-RNA“ oder kurz „mRNA“ bezeichnet wird. Diese mRNA verlässt den Zellkern, gelangt an kleine runde Strukturen, die als Ribosomen bezeichnet werden und dort wird anhand des RNA-Codes das jeweilige Protein produziert.

Der mRNA-Impfstoff-Ansatz bedient sich dieses Mechanismus, um die Zelle dazu zu bringen, Proteine zu produzieren, die eigentlich zur Oberfläche des Sars-Coronavirus-2 gehören, namentlich das sogenannte Spike-Protein. Es wird dazu ein mRNA-Strang, der die entsprechende Information trägt, in eine Fettschicht eingehüllt und solche Nanopartikel dem Geimpften in Muskelgewebe verabreicht.

Dort sollen die Fettschichten von mRNA-Teilchen und Körperzellen verschmelzen und die mRNA dann im Inneren die Produktion von Spike-Proteinen starten. Diese präsentieren die Zellen dann auf ihren Oberflächen, rufen damit das Immunsystem auf den Plan, das die pseudo-befallenen Zellen abtötet. Bricht nun eines Tages der wirkliche Erreger ein, dann erkennt das Immunsystem diesen und unterdrückt ihn im Keime, bevor die eigentliche Krankheit ausbrechen kann.

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