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Einsatzkräfte finden sechs Tote nach Erdrutsch in Norwegen

© REUTERS / NTBRettungskräfte suchen nach Vermissten in der südnorwegischen Stadt Ask
Rettungskräfte suchen nach Vermissten in der südnorwegischen Stadt Ask  - SNA, 1920, 03.01.2021
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Nach dem schweren Erdrutsch am vergangenen Mittwoch in der südnorwegischen Stadt Ask haben die Rettungskräfte mittlerweile sechs Todesopfer im Katastrophengebiet gefunden.
Die Retter gaben auch mehr als 100 Stunden nach der Katastrophe nicht die Hoffnung auf, Überlebende finden zu können, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Zu den weiterhin Vermissten zählen Männer, Frauen und zwei Mädchen im Alter von zwei und 13 Jahren.
Das Schicksal der Menschen im Katastrophengebiet rund 40 Kilometer nordöstlich von Oslo hatte die Norweger über den Jahreswechsel begleitet. Auch die norwegische Königsfamilie zeigte ihre Anteilnahme. König Harald V. (83), Königin Sonja (83) und Kronprinz Haakon (47) reisten am Sonntag in die Kommune Gjerdrum, um sich mit Vertretern der Gemeinde, Einsatzkräften und Betroffenen zu treffen.
Zu dem Erdrutsch in Ask war es bereits am frühen Morgen des 30. Dezembers gekommen, er hatte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern ausgedehnt und einen riesigen Krater hinterlassen. Mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen, neun Häuser mit mehr als 30 Wohneinheiten stürzten ein. Rund 1000 Menschen wurden bislang in Sicherheit gebracht.
Krankenwagen in Norwegen (Archiv) - SNA, 1920, 30.12.2020
Zehn Verletzte und Dutzende Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen – Fotos und Videos
Der Untergrund in Teilen des verschneiten Unglücksgebiets war nach dem Abgang zunächst so instabil gewesen, dass es zu gefährlich für die Rettungskräfte war, ihn zu betreten. Stattdessen wurde mit Hubschraubern und Drohnen nach Überlebenden gesucht. Seit Freitag konnten dann Retter und Polizeihunde auch zu Fuß in die rote Zone des Gebietes geschickt werden, woraufhin die erste Leiche gefunden wurde.
Von den sechs Todesopfern ist bislang lediglich die Identität des ersten Gefundenen bekannt: Dabei handelt es sich um einen 31-jährigen Mann. Dieser war offenbar ein Freund des norwegischen Weltklasse-Tennisprofis Casper Ruud.
„Wir haben eine fantastische Person und einen fantastischen Mitbürger verloren. Ich habe einen Freund, Kollegen und einen wichtigen Mitstreiter in meinem Team verloren“, schrieb der 22-Jährige auf Instagram.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB hat der 31-Jährige mit mehreren Sportprofis zusammengearbeitet und eine Führungsposition in einer Gesellschaft innegehabt, die er zusammen mit Ruud betrieben hat.
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