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Realschullehrerverband wirft Politik Ignoranz vor

© AP Photo / Mark Keppler Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)
Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)  - SNA, 1920, 03.01.2021
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Der Deutsche Realschullehrerverband pocht auf klare Regeln etwa beim Wechselunterricht und wirft der Politik Ignoranz vor, wie die Agentur Reuters am Sonntag mitteilte.
„Die Verantwortlichen müssen endlich erkennen, dass Inzidenzwerte und Abstandsregeln auch an den Schulen umgesetzt und eingehalten werden müssen”, sagt Verbandschef Jürgen Böhm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
„Ein Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50 war und ist ein sinnvoller Grenzwert, zu dem in allen Jahrgangsstufen ab 5 verbindlich Wechselunterricht gelten muss.”
Jürgen Böhm
Chef des Deutschen Realschullehrerverbands
Über einem Wert von 50 sei es für die Gesundheitsämter kaum möglich, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Ab einer Fallzahl von 100 sollten die Schulen in den Distanzunterricht wechseln. Die Schulen seien zum Großteil auf die Situation vorbereitet und könnten Unterricht im Wechselmodell oder in Distanz gut organisieren und durchführen.

Verlängerung des Lockdowns

Eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus scheint sicher zu sein. Am Dienstag will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Verlängerung entscheiden. Offen ist die Dauer und vor allem die Frage, was mit Kitas und Schulen passiert. Dieser Stand zeichnete sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Schaltkonferenz der Staatskanzlei-Chefs am Samstagnachmittag ab. Länder mit hohen Fallzahlen wollten ihre Kitas und Schulen weiter geschlossen halten, solche mit geringeren Zahlen plädierten für frühere Öffnungen bei Wechsel- oder Distanzunterricht höherer Klassen, so die dpa. Einzelne Länder regten auch ein Vorziehen der Winterferien an, die je nach Land zwischen dem 1. und 15. Februar beginnen.
Gesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 03.01.2021
„Das ist besser, als zu früh zu lockern“: Spahn will Lockdown-Verlängerung

Sieben-Tage-Inzidenzwert in Deutschland

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut dem Robert-Koch-Institut am Sonntagmorgen bei 139,6. Demnach erreicht Sachsen den höchsten Wert: In diesem Bundesland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 329,7. Weiter folgt Thüringen mit einem Wert von 248,9. Der niedrigste Wert wird in Schleswig-Holstein mit 77,4 verzeichnet.
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