Polizei löst in Nordrhein-Westfalen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern auf

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEPolizei am Alexanderplatz in Berlin (Archiv)
Polizei am Alexanderplatz in Berlin (Archiv) - SNA, 1920, 03.01.2021
Die Polizei hat in einer christlichen Freikirche im ostwestfälischen Herford einen Gottesdienst, an dem mehr als 100 Menschen teilnahmen, aufgelöst. Grund dafür war, dass weder Kinder noch Erwachsene einen Mindestabstand eingehalten und keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben. Das folgt aus einer Pressemitteilung der Polizei am Sonntag.
Die Messe fand demnach am Samstagabend statt. Die Gläubigen sollen zudem trotz der aktuellen Corona-Regeln für Gottesdienste gesungen haben.
Durch die Polizeibeamten seien insgesamt 111 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gefertigt worden, heißt es.
Zu einem ähnlichen Fall war es Medienberichten zufolge kurz vor Weihnachten in einer christlichen Kirchengemeinde in Essen gekommen. Die Polizei hatte einen Gottesdienst der Pfingstgemeinde aufgelöst und knapp 60 Anzeigen erstellt.
Die Teilnehmer der Messe sollen ebenfalls keinen Mindestabstand eingehalten und nur wenige Schutzmasken getragen haben. Anwohner hatten sich zuvor bei der Polizei beschwert, dass sie einen Gesang aus der Gemeinde vernommen hätten.

Lockdown in Deutschland

Am 16. Dezember hat in ganz Deutschland der harte Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bis zum 10. Januar gelten bundesweit entsprechende Verordnungen.
Für private Treffen gilt weiterhin eine Obergrenze von fünf Personen, die aus zwei Haushalten kommen dürfen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Das gilt auch für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit.
Das wegen Corona-Lockdown geschlossene KaDeWe-Einkaufszentrum in Berlin - SNA, 1920, 16.12.2020
Deutschland im „harten Lockdown“: Lage vor Ort
Viele Geschäfte des Einzelhandels sowie Friseursalons, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden nach dem Bund-Länder-Beschluss geschlossen. Geöffnet bleiben sollen Lebensmittelgeschäfte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser und Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen. Medizinisch notwendige Behandlungen, wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben aber weiter möglich.
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