- SNA, 1920
Österreich
Aktuelle Nachrichten aus Österreich

Trotz Schuldenbergs: Tanner will mehr Geld für Bundesheer

© REUTERS / LEONHARD FOEGERÖsterreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (Archivfoto)
Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (Archivfoto) - SNA, 1920, 03.01.2021
Trotz der enormen Staatsschulden durch die Corona-Krise will die österreichische Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mehr Geld für das Bundesheer. Im APA-Interview kündigte die ÖVP-Politikerin an, die Nachbeschaffung der C 130-Hercules-Transportflugzeuge vorzubereiten.
„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif, das beweist unter anderem die Corona-Krise, die Österreich ohne sein Heer nicht bewältigen könnte”, sagte Tanner. Sie werde Anfang des Jahres eine Arbeitsgruppe einsetzen, die die Beschaffung von C 130-Hercules klären soll, sagte die Verteidigungsministerin und kritisierte ihre Vorgänger:
„Es darf nicht noch einmal das gleiche passieren wie mit den Saab 105. Die Nachfolgeentscheidung für die Saab 105 hätte man vor Jahren treffen müssen. Diese ist bedauerlicherweise nicht getroffen worden.“
Weil die Entscheidung über die Nachbeschaffung der schwedischen Saab, die als Schul- und Identifizierungsflugzeug eingesetzt wurden, solange aufgeschoben wurde, bis gar nichts gekauft wurde, sind die Trainingsflieger Ende 2020 ohne Nachfolge ausgeschieden, berichtet die APA.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz während einer Pressekonferenz zu Beginn der Impfkampagne (Wien, 27.12.2020) - SNA, 1920, 31.12.2020
Österreich
Österreich: FPÖ-Gemeinderat vergleicht Kanzler Kurz mit Hitler - Medien
Im neuen Jahr wolle Tanner die Autarkie der Kasernen aufbauen, diese ökologisieren sowie in die Terror- und Cyberabwehr und den Ausbau des militärischen Sanitätswesens und der ABC-Abwehr investieren. Der Fokus liege auf terroristischen Bedrohungen und deren Folgen, zum Beispiel einem Blackout.
„Wir werden große Investitionen in militärische Ausrüstung, wie gepanzerte Fahrzeuge und Waffen tätigen sowie eine Personaloffensive im Cyberabwehrbereich starten“, so die Ministerin.
Österreich erlebt nach Informationen der „Wiener Zeitung“ den größten Wirtschaftseinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Am Ende des zweiten Quartals betrug der öffentliche Schuldenstand in Österreich 315,7 Milliarden Euro, Ende 2019 waren es noch 280,3 Milliarden Euro.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала