Bestatter in Kalifornien wegen Corona-Toten am Limit

© AP Photo / Marcio Jose SanchezEine Bestattung in Los Angeles, Kalifornien
Eine Bestattung in Los Angeles, Kalifornien - SNA, 1920, 03.01.2021
Die Bestattungsdienste in Kalifornien kommen aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Toten an ihre Grenzen: In den Leichenhallen des US-Bundesstaats gibt es mittlerweile kaum noch Platz.
„Ich bin seit 40 Jahren in der Bestattungsbranche tätig und hätte nie in meinem Leben gedacht, dass ich jemals einer Familie sagen muss: ‚Wir können Ihren Familienangehörigen nicht aufnehmen‘ “, zitiert die US-Nachrichtenagentur AP Magda Maldonado, Besitzerin des Beerdigungsunternehmens „Continental Funeral Home“ in Los Angeles. Kalifornien ist von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffen.
Diese Woche hatte die Anstalt laut Maldonado durchschnittlich 30 Leichen pro Tag im Vergleich zu etwa fünf in „normalen Zeiten“. Die Besitzer von Beerdigungsunternehmen rufen sich ihr zufolge gegenseitig an und bitten um Unterstützung, die Antwort sei jedoch bei allen gleich: „Tut uns leid, wir sind auch voll“.
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Der ganze Prozess, darunter die Einbalsamierung, das Begraben und die Einäscherung von Leichen, sowie die Ausstellung von Sterbeurkunden, hat sich dem Bericht zufolge verlangsamt. Früher sei die Einäscherung innerhalb von ein oder zwei Tagen erfolgt, derzeit dauere es mindestens eine Woche oder sogar länger.

Die USA ist das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land der Welt. Nach jüngsten Angaben der John Hopkins University wurden im Land etwa 20,4 Millionen Coronavirus-Infektionen registriert, mehr als 350.000 Menschen sind an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.
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