Frankreich: 861 Autos an Silvester abgefackelt – deutlich weniger als vor einem Jahr

© REUTERS / GONZALO FUENTESEin brennendes Auto in Paris (Archivfoto)
Ein brennendes Auto in Paris (Archivfoto) - SNA, 1920, 02.01.2021
In Frankreich sind in der Silvesternacht nach Angaben des Senders Europe 1 erneut Hunderttausende Fahrzeuge in Brand gesteckt worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Brandstiftungen aber merklich zurückgegangen – offenbar aufgrund von Corona und der damit verbundenen Einschränkungen.
Europe 1 zählte in der Silvesternacht 2020/21 landesweit insgesamt 861 in Brand gesteckte Autos. Das sei um 41 Prozent weniger als vor einem Jahr, als mit 1457 abgefackelten Fahrzeugen ein trauriger Rekord erreicht worden war.
Der Sender beruft sich bei seinen Angaben auf Polizei und Gendarmerie. Das Innenministerium habe diese Zahlen nicht publik machen wollen, um ein „Phänomen des Wettbewerbs zu vermeiden“.
Polizei am Brandenburger Tor in Berlin  - SNA, 1920, 01.01.2021
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Europe 1 führt den starken Rückgang auf den „gesundheitliche Kontext“ und die ab 20 Uhr geltende Ausgangssperre zurück. Außerdem sei das Sicherheitsaufgebot auf den Straßen in diesem Jahr mit 100.000 Polizisten und Gendarmen beispiellos stark gewesen.
Frankreich hatte am 30. Oktober angesichts der angestiegenen Corona-Infektionszahlen erneut eine Quarantäne verhängt, die am 15. Dezember durch die nächtliche Ausgangssperre ersetzt wurde. Von 20.00 bis 06.00 Uhr darf man sich nur mit einem triftigen Grund im Freien aufhalten.
In 15 besonders betroffenen Regionen beginnt die nächtliche Ausgangssperre bereits um 18.00 Uhr. Regierungssprecher Gabriel Attal begründete die Verschärfung mit der weiteren Ausbreitung des Coronavirus.
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