Polnischer Rapper nennt Covid-19 „modernen Holocaust“ – Kritik von Holocaust-Überlebendem

© Wikipedia / Paweł BrześcińskiPolnischer Rapper Jakub Grabowski (bekannt als Quebonafide)
Polnischer Rapper Jakub Grabowski (bekannt als Quebonafide)  - SNA, 1920, 01.01.2021
Ein populärer polnischer Rapper hat nach Angaben israelischer Medien mit seinem neuen Song für Empörung eines Holocaust-Überlebendenden gesorgt.
Der 29-Jährige Jakub Grabowski (bekannt als Quebonafide) beklagt in dem Lied „Matcha Latte“ seine finanziellen Schwierigkeiten und das Gefühl der Isolation durch die Corona-Krise. Wie die „Times of Israel“ berichtet, kommt in dem Song die folgende Zeile vor: „Draußen vor dem Fenster, ein moderner Holocaust“.
Der in Polen geborene Holocaust-Überlebende Edward Mosberg hält den Vergleich nach eigenen Worten für inakzeptabel. Damit werde die gemeinsame Geschichte zwischen Juden und Polen trivialisiert. In einer Erklärung habe Mosberg als Präsident der Holocaust-Gedenkgruppe From the Depths eine Entschuldigung des Musikers gefordert.
Der Angeklagte Stephan Balliet im Halle-Prozess - SNA, 1920, 09.12.2020
Halle-Prozess: Angeklagter leugnet erneut Holocaust und bricht Plädoyer ab
Dieser verteidigte sich seinerseits den Berichten zufolge in einem Gespräch mit dem Gründer ebendieser Gruppe. Die Phrase „moderner Holocaust“ sei eine künstlerische Referenz an ein Lied der Sängerin Maria Peszek. Sie habe die Worte verwendet, um gegen Rassismus und Hass zu protestieren.
Das Video des Rappers auf YouTube ist seit der Veröffentlichung vor drei Tagen mehr als eine Million Mal abgerufen worden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала