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Iran: Trump will Krieg am Golf – und sucht nach Scheingrund

© REUTERS / ALASDAIR PALDer iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archivfoto)
Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archivfoto) - SNA, 1920, 31.12.2020
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Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat via Twitter am Donnerstag Washington eine Verschwörung gegen sein Land mit dem Zweck vorgeworfen, unbedingt einen Krieg im Persischen Golf zu entfesseln.
„Geheimdienstinformationen aus dem Irak deuten auf eine US-Verschwörung und einen fabrizierten Vorwand für einen Krieg (gegen den Iran) hin“, twitterte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Donnerstag. Der Iran wolle zwar keinen Krieg, würde seine Sicherheit und Interessen aber konsequent verteidigen, betonte Sarif. Er riet dem amtierenden US-Präsidenten, sich lieber um die Corona-Pandemie in seinem Land zu kümmern, als Bomber und Kriegsschiffe in die Region zu schicken.

Furcht vor Rache für Tötung von General Solejmani

In der kommenden Woche ist der erste Jahrestag der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani im Irak durch US-Drohnen – und auf Trumps Befehl. hin Die USA befürchten einen iranischen Racheakt und haben daher ihre militärische Präsenz am Persischen Golf verstärkt. Der Iran will nach Angaben von Präsident Hassan Rohani die Tötung Soleimanis zwar weiterhin rächen, mit konkreten Drohungen zum Jahrestag hält sich Rohani jedoch zurück.
„Der Befehl, General Solejmani zu töten, gehört zu Trumps unverzeihlichen Sünden (...) eines geeigneten Tages wird das iranische Volk das vergossene Blut des Generals rächen“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den iranischen Präsidenten am Donnerstag. Soleimani nannte er einen Nationalhelden, der nach seinem Martyrium zur regionalen Legende wurde.
Beobachter in Teheran seien der Ansicht, dass der Iran sich zumindest bis zum Amtsantritt des neuen Präsidenten Joe Biden am 20. Januar mit harschen Aktionen zurückhalten wird, hieß es. Besonders Rohani hoffe, dass der Demokrat Biden sowohl zum Wiener Atomabkommen von 2015 zurückkehren als auch die Sanktionen aufheben werde. Besonders die von dem Republikaner Trump verhängten Wirtschaftssanktionen haben den Iran in die schwerste Wirtschaftskrise seiner jüngeren Geschichte gestürzt.
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