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China genehmigt Corona-Impfstoff – allerdings „bedingt“

© REUTERS / TINGSHU WANGEine Beschilderung von Sinopharm auf der Internationalen Messe für den Handel mit Dienstleistungen in China (CIFTIS)
Eine Beschilderung von Sinopharm auf der Internationalen Messe für den Handel mit Dienstleistungen in China (CIFTIS) - SNA, 1920, 31.12.2020
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Laut einem Medienbericht von Donnerstag hat China erstmals einen selbst entwickelten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus für die breite Anwendung zugelassen.
Dem Impfstoff des Pharmaherstellers Sinopharm sei eine „bedingte Zulassung“ erteilt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Sinopharm selbst hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 (79,34 Prozent) bieten soll. Diese Angabe wurde von den Behörden bestätigt.
Die Daten hätten gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, hieß es weiter. In Zukunft müssten die Haltbarkeit und die Schutzwirkung der Impfimmunität kontinuierlich beobachtet werden.
„Dieser Impfstoff wird allen Chinesen kostenlos zur Verfügung gestellt“, sagte Zeng Yixin, stellvertretender Leiter der Nationalen Gesundheitskommission (NHC), auf einer Pressekonferenz.
In China selbst gibt es neben Sinopharm mit Anhui Zhifei Longcom, CanSino und Sinovac noch drei weitere Unternehmen, die sich in der Endphase der Impfstoff-Entwicklung befinden, hieß es bei der Deutschen Presse-Agentur. China habe sich das Ziel gestellt, bis Ende des Jahres 600 Millionen Dosen auf den Markt bringen zu können. Zuletzt war in Staatsmedien auch davon die Rede, bis Mitte Februar 50 Millionen Chinesen impfen zu wollen.

Impfung in China bereits im Gange

Obwohl es bislang keine Zulassung für die breite Öffentlichkeit gab, wird in China bereits seit dem Sommer geimpft. Laut Schätzungen wurden über Notfallzulassungen bereits weit über eine Million Menschen geimpft.
Laut der am Mittwoch veröffentlichten Daten ist das nun zugelassene chinesische Präparat weniger wirksam als die sogenannten mRNA-Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna, die nach Angaben der Hersteller über eine Wirksamkeit von 95 Prozent verfügen. Allerdings kann das chinesische Vakzin nach Angaben des Herstellers bei normaler Kühlschrank-Temperatur gelagert werden. Zahlreiche Staaten vor allem in Afrika und Südamerika haben Bestellungen für chinesische Impfstoffe aufgegeben.
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