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Trotz aller Aufrufe und Einschränkungen: Weiter Besucher-Ansturm in Winterberg

© REUTERS / LEON KUEGELERWinterberg am 29. Dezember 2020
Winterberg am 29. Dezember 2020 - SNA, 1920, 30.12.2020
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Das nordrhein-westfälische Skigebiet Winterberg hat mit verstärkten Kontrollen und Einschränkungen bei Parkangeboten gegen Tagestouristen durchgegriffen. Trotzdem habe sich der Besucher-Ansturm nur leicht verringert, sagte eine Stadtsprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.
Die Stadt veröffentlichte auf ihren offiziellen Webseiten sowie auf sozialen Netzwerken dringende Appelle, wegen der Corona-Lage auf die Anreise in den sauerländischen Wintersportort zu verzichten. Die großen Menschenansammlungen erschwerten die Einhaltung von Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen und erhöhten das Risiko einer Ansteckung.
„Bitte überlege Dir, ob Du Deinen Winterberg-Moment nicht für später aufbewahren willst, wenn’s wieder ein echtes Erlebnis ist und wir uns für Dich von unserer besten Seite zeigen können“, hieß es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.
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Die Stadt reagierte auf das touristische Chaos mit einem ganzen Maßnahmenkatalog. Rodellifte, Skilifte, Verleihe, Hütten und die meisten Toiletten sind dem Schreiben zufolge geschlossen. Es gebe keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten. Die Pisten seien unpräpariert, und es gebe auch kaum Parkplätze.
Die Appelle blieben aber offenbar nahezu ungehört. Bei der Anreise nach Winterberg soll es am Morgen zeitweise einen Rückstau auf der Autobahn gegeben haben, schreibt der „Westfälische Anzeiger“ unter Verweis auf die Polizei.
„Es sind nur etwas weniger als am Dienstag“, sagte eine Stadtsprecherin laut der dpa mit Blick auf die Besucherzahlen.
Dass der Andrang der Menschen sich lockert, sei im Augenblick nicht zu erwarten. Erst wenn kein Schnee mehr liegt oder die Schulferien vorüber sind, werde die Zahl der Ausflügler tatsächlich purzeln, zitiert der „Anzeiger“ die Vertreterin der Wintersport-Arena Sauerland, Susanne Schulten.
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Der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schloss sich den Aufrufen an, von Ausflügen nach Winterberg abzusehen.
„So schön Winterberg ist – Jetzt nicht!“, twitterte der CDU-Politiker am Montag.
Der Satiriker Jan Böhmermann verhöhnte am Dienstag auf Twitter die Winterberg-Tagestouristen. „Tut mir leid, Oma, dass Du jetzt sterben musst“, schrieb er. „Aber – versteh doch – Christiane und Manfred hatten zwischen den Jahren einfach mal Lust auf einen kleinen Tagesausflug ins verschneite Sauerland.“
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Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 82,2 Millionen weltweit. Bislang sind 1,7 Millionen Corona-Patienten gestorben.
In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge bisher insgesamt 1.687.185 Corona-Infizierte bis Mittwochmitternacht registriert – ein Anstieg um 22.459 im Vergleich zum Vortag.
Insgesamt starben laut dem Institut 32.107 Patienten an der durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenerkrankung, was ein Plus von 1129 Todesfällen gegenüber Dienstag bedeutet.
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