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Ortsname Neger in NRW: Bürgermeister sieht trotz Protestbriefen keinen Anlass für Umbenennung

CC BY-SA 3.0 / Petra Klawikowski / Wikimedia CommonsLuftaufnahme vom Dorf Neger in der Kreisstadt Olpe (Archivbild)
Luftaufnahme vom Dorf Neger in der Kreisstadt Olpe (Archivbild) - SNA, 1920, 30.12.2020
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In der Debatte um Alltagsrassismus ist auch der Stadtteil Neger, der in der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Olpe liegt, in den Fokus gerückt. Laut dem dortigen Bürgermeister Peter Weber sorgt der Name immer wieder für Nachfragen – auch Forderungen nach einer Umbenennung werden laut.
Nach dem Tod von George Floyd im Mai 2020 in Minneapolis und den darauf folgenden Protesten gegen Rassismus auch in Deutschland seien Schreiben eingegangen, „in denen die Umbenennung des Dorfes Neger gefordert wurde“, schilderte der CDU-Politiker. Ortsschilder waren im Sommer beschmiert worden.
„Selbstverständlich hat die Namensgebung keinen rassistischen Hintergrund“, betonte Weber. Er habe „keine Veranlassung, einen seit Jahrhunderten etablierten Ortsnamen zu ändern“. Wesentlich sei die Einstellung der Menschen zu diesem Thema – und die stimme.
„Das N-Wort ist extrem herabwürdigend, es ist in der deutschen Sprache eines der als am schlimmsten diskriminierend empfundenen Worte überhaupt“, sagte der Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
Es gebe weitere Ortsnamen, die umstritten sein könnten – etwa Mohrkirch und Negernbötel in Schleswig-Holstein oder auch Groß Mohrdorf in Mecklenburg-Vorpommern.
US-Polizei - SNA, 1920, 29.12.2020
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