Nach Protesten der Einheimischen: Verlegung von obdachlosen Migranten in Bosnien bleibt ungewiss

© AFP 2022 / LOUISA GOULIAMAKIIllegale Migranten aus einem Flüchtlingslager in Griechenland besteigen den Evakuierungsflug nach Deutschland (Archivbild)
Illegale Migranten aus einem Flüchtlingslager in Griechenland besteigen den Evakuierungsflug nach Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 30.12.2020
Die vorher geplante Verlegung von etwa 500 obdachlosen Flüchtlingen und Migranten aus dem Nordwesten Bosniens in ein Ersatzquartier nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajewo scheint nun wegen der Proteste von Einheimischen von Ungewissheit geprägt zu sein.
Medienberichten zufolge wurde die Abreise von Migranten vom geräumten Lager Lipa bei Bihac nach Protesten von Politikern und Bewohnern der Gemeinde Konjic, die 45 Kilometer von der bosnischen Hauptstadt Sarajewo entfernt ist, offenbar gestoppt.
Laut den Berichten des bosnischen Nachrichtenportals „klix.ba“ seien die Busse, die die Migranten am Dienstag nach Konjic bringen sollten, wieder abgefahren. So müssten die Migranten unter freiem Himmel übernachten, so „klix.ba“.
Migranten im Flüchtlingslager Vucjak im Nordwesten Bosniens - SNA, 1920, 23.12.2020
Nach Räumung von Aufnahmelager in Bosnien: Mehr als 1300 Menschen obdachlos
Nachdem Bosnien zum Durchzugsgebiet der Migranten auf der sogenannten Balkanroute geworden war, verschlechterte sich die Einstellung der Bürger gegenüber Migranten drastisch. Diese wollen zwar nicht in Bosnien bleiben, Tausende von ihnen sitzen aber dort fest, weil es ihnen bislang nicht gelang, in das benachbarte EU-Land Kroatien zu gelangen.
Vor einer Woche war das Lager Lipa von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geräumt worden, weil die bosnischen Behörden ihre Zusagen nicht eingehalten hatten, das Lager winterfest zu machen.
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