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Weltweite Landschaften: Russischer Fotograf zu seiner Leidenschaft

© Foto : Danielkordan.comFoto von Daniel Kordan
Foto von Daniel Kordan - SNA, 1920, 29.12.2020
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Sie wirken teilweise wie abstrakte Kunst, teilweise wie impressionistische Gemälde. Die Landschaftsfotos des Fotografen Daniel Kordan aus aller Herren Länder haben längst eine große Fangemeinde. Wie ist er Fotograf geworden und welche Technik nutzt er? SNA-News hat den Fotografen gefragt.
Der russische Fotograf Daniel Kordan fühlt sich überall auf der Welt zuhause, vor allem, wenn er sich in den Naturlandschaften der Erde bewegt. Alles begann in der Kindheit mit Spielen in der freien Wildbahn. Dann erwachte das Interesse für die Fotografie und Kordan besuchte eine Malerschule. Da sah er, mit welchen verschiedenen Mitteln Menschen die äußere Welt festhalten können. Zwar wählte er mit einem Physikstudium dann den naturwissenschaftlichen Weg, aber neben der Universität stieg er weiter auf Berggipfel und verdiente als Touristenführer, später auch mit Kursen in der Fotografie seinen Unterhalt. Er hat mehrere Preise gewonnen, viele Fotografie-Interessierte folgen ihm, viele Blogs stellen seine Fotos vor. SNA-News hat dem Fotografen fünf Fragen gestellt.
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Daniel Kordan - SNA, 1920, 29.12.2020
Daniel Kordan
- Welche Rolle spielt die Fotografie in Ihrem Leben?
Jedes Jahr verbringe ich neun bis zehn Monate mit Weltreisen. Manchmal bleibe ich an einem Ort für eine Woche, dann wieder für einen oder zwei Monate. Dieses ständige Reisen hat mich zu einem „Weltbürger“ gemacht, ich wohne in dieser Welt. Fotografie ist meine Leidenschaft und mein Lebensstil, nicht einfach nur ein Job. Gegenwärtig arbeite ich an Langzeitprojekten wie der Yacht-Expedition namens „Zwei Pole“. Es handelt sich um eine Reise von St. Petersburg in die Antarktis, über Spitzbergen und Grönland, in Kombination mit einwöchigen Fotografiekursen. Auch jetzt, wo ich bereits Vollzeit-Landschaftsfotograf geworden (und Nikon-Ambassador) bin, sehe ich meine Fotografiekurse nicht als Arbeit an. Das liegt daran, weil ich so sehr mit Gefühl dabei bin. Die Fotografie ist einfach ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens geworden.
-Sie konzentrieren sich vor allem auf Naturlandschaften, das schnelle Leben in den Städten kommt in Ihrem Portfolio nicht vor. Wie hat sich das ergeben?
In der Freizeit in meiner Kindheit wollte ich immer mit meinen Freunden draußen in der Natur sein. Wir fuhren viel Fahrrad oder schwammen in Seen. Heute erstaunt mich, wie anders das Leben damals war. So vieles hat sich verändert. Zum Beispiel nutzen die Kinder von heute soziale Netzwerke so intensiv, dass sie keine Freude mehr daran haben, die Natur zu erkunden und zu schätzen. Meine Leidenschaft für die Natur liegt also in meiner Kindheit, als ich die meiste Zeit in der Wildnis verbracht habe. Ich könnte nie in der Stadt leben.
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- Was macht für Sie die Qualität einer Fotografie aus? Und welche von Ihren Fotografien ist Ihr persönlicher Favorit?
Landschaftsfotografie ist meine Spezialität. Aus meiner Sicht hat diese Form sehr viel mit Planung zu tun. Wie du deine Arbeit planst, spiegelt deinen Stil wieder. Deshalb konzentriere ich mich zuerst auf den Stil des Bildes. Da geht es darum, bestimmte Kompositionen zu finden. Dann geht es um das gewünschte Farben- und Lichtverhältnis. Auch die Bildbearbeitung ist ein Teil des Prozesses, aber sie ist keineswegs zentral. Ich wende immer noch das an, was ich in der Malerschule gelernt habe. Ich habe keine absoluten Schwarztöne in meinen Bildern. Stattdessen lasse ich sie in Mitteltöne übergehen, sodass die Farben und Details der „schwarzen“ Bildbereiche erhalten bleiben. Meiner Meinung nach wirken die Bilder so magischer. Ich muss auch gestehen, dass ich meine eigenen Bilder nicht wirklich mag. Ich habe ständig mit Mängeln zu kämpfen, es ist ein Ringen um die Perfektion.
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Foto von Daniel Kordan - SNA, 1920, 29.12.2020
Foto von Daniel Kordan
- Welche Fotografen schätzen Sie selbst besonders? Und hat jemand Sie beeinflusst?
Ich glaube nicht, dass ich von irgendeinem Fotografen besonders beeinflusst wurde. Ich wurde sicher ein bisschen von allen meinen Fotografenfreunden beeinflusst sowie anderen begabten Fotografen. Ich sehe diesen Einfluss als eine Art Austausch unter gleich tickenden Menschen an. Wir lernen alle voneinander und wir machen alle Fehler. Was mich stark beeinflusst hat, sind Bilder von Monet, Aiwasowski, Caravaggio, Rembrandt. Ich besuche gern Galerien, studiere die klassischen Künste.
- Eine vielleicht etwas banale Frage. Welche Rolle spielt technischer Fortschritt in der Fotografie? Und wie bedingt diese die Möglichkeiten des Fotografen?
Ich bin kein Ausrüstungsliebhaber. Ich rede viel über Komposition, Licht und Verarbeitungstechnik. Es stimmt natürlich trotzdem, dass ich auf gut funktionierende hochqualitative Ausrüstung angewiesen bin. Überwiegend nutze ich drei Objektive für meine Fotografie. Es kann angemessen sein, teure Technik zu nutzen, aber nicht um jeden Preis und bei jeder Gelegenheit. Es wundert mich manchmal, wenn ich sehe, wie Leute erstklassige Ausrüstung dafür gebrauchen, um Mainstream-Fotos in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Wenn man so etwas nutzt, sollte man auch verstehen, warum man das tut. Ich selbst nutze solche Technik, wenn ich hochqualitative Printfotografien in großen Formaten herstellen will. Wenn du aber Reporter bist und nur Bilder für Zeitschriften oder einen Blog schießt, dann ist aus meiner Sicht eine kleine spiegellose Kamera mit austauschbaren Objektiven angemessener. Das Endresultat wird zufriedenstellend sein. Für meine Ausrüstung ist Zuverlässigkeit das Hauptkriterium.
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