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Polizist in USA verliert Job nach tödlichem Gewalteinsatz gegen Schwarzen

© SNA / Dmitri Parschin / Zur BilddatenbankUS-Polizei
US-Polizei - SNA, 1920, 29.12.2020
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Nach dem Tod eines Schwarzen infolge eines gewaltsamen Polizeieinsatzes im US-Bundesstaat Ohio ist einem beteiligten Beamten gekündigt worden.
Wie der Bürgermeister der Stadt Columbus, Andrew Ginther, am Montag (Ortszeit) auf Twitter mitteilte, habe der Polizist Adam C. unverhältnismäßige Gewalt angewendet, seine Körperkamera nicht eingeschaltet und dem Sterbenden nicht geholfen.
Die Polizei in der Stadt Columbus war vergangene Woche von einem Anwohner zu einer Garage gerufen worden. Als der 47-jährige Andre Hill kurz nach der Ankunft der Beamten auf sie zukam, soll Adam C. auf ihn geschossen haben. Hill erlag später seiner Verletzung im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei hatte er bei der Begegnung mit den Polizisten ein Mobiltelefon in seiner linken Hand. Die rechte Hand sei nicht sichtbar gewesen. Die Polizei fand keine Waffe am Einsatzort.
Laut dem Polizeichef Thomas Quinlan lieferten die Beweise eine klare Grundlage für die Kündigung des Polizisten. Dieser müsse nun von Ermittlern befragt werden. Der Behördenleiter hatte bereits kurz nach dem Polizeieinsatz gesagt, der Verstoß des Beamten gegen die Regeln der Behörde habe einem unschuldigen Mann das Leben gekostet.
Polizeigewalt gegen Afroamerikaner hat in diesem Jahr immer wieder heftige Proteste in den USA ausgelöst. Das prominenteste Opfer war George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota getötet worden war. Danach kam es unter dem Motto „Black Lives Matter“ monatelang zu Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus, die teils von Ausschreitungen überschattet wurden.
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