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Nawalny verletzt Bewährungsauflagen – russische Strafvollzugsbehörde

© SNA / Jewgeni Odinokow / Zur BilddatenbankAlexej Nawalny
Alexej Nawalny - SNA, 1920, 29.12.2020
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Der in Russland zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilte Blogger Alexej Nawalny verletzt laut der russischen Strafvollzugsbehörde die Auflagen nach seinem Urteil. Darüber hinaus könnte die Behörde in Moskau die Aufhebung der bedingten Strafe beantragen und sie durch eine reale Haftstrafe ersetzen.
Als Grund dafür gab die Behörde den Beitrag in der Fachzeitschrift „The Lancet“ vom 22. Dezember an, laut dem Nawalny am 20. September aus der Berliner Klinik Charité entlassen wurde. Als gesund galt er laut dem Beitrag seit dem 12. Oktober, befindet sich aber immer noch in Deutschland.
Die Berliner Universitätsklinik Charité, in der Nawalny behandelt wurde.  - SNA, 1920, 22.12.2020
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Der Blogger sei über die Notwendigkeit informiert worden, sich bei der Strafvollzugsbehörde in Moskau zu melden.
Nawalny ist in Russland in zwei Fällen wegen Unterschlagung von insgesamt rund 500.000 Euro zu jeweils fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Hintergrund
Alexej Nawalny war am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Er wurde zunächst in einem Omsker Krankenhaus behandelt und dort in ein künstliches Koma versetzt. Der 44-Jährige wurde später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Anfang September wurde Nawalny aus dem Koma geholt und bereits am 23. September aus der Charité entlassen.
Alexej Nawalny (Archivfoto) - SNA, 1920, 21.12.2020
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Zu den Vorwürfen, es hätte sich um einen Anschlag gehandelt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass Nawalnys Vergiftung bislang nicht belegt worden sei. Moskau warf dem Oppositionellen „Größenwahn“ und „Verfolgungswahn“ vor, nachdem dieser Anschuldigungen gegen den Inlandsgeheimdienst FSB erhoben hatte.
Wegen des Falls Nawalny verhängten die Europäische Union und Russland gegenseitig Sanktionen.
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