Nach Karabach-Konflikt: Aserbaidschans Präsident Alijew verspricht „echtes Paradies“ für Region

© SNA / Pressedienst des aserbaidschanischen Präsidenten / HandoutDer aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew beim Besuch in Bergkarabach, 16. November 2020
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew beim Besuch in Bergkarabach, 16. November 2020 - SNA, 1920, 29.12.2020
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew hat am Dienstag in einer Ansprache an seine Landsleute eine Vision der wunderbaren Zukunft für die Region Bergkarabach dargelegt, wo sich bis vor kurzem die Streitkräfte Aserbaidschans und Armeniens Kämpfe geliefert haben.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir in kürzester Zeit unsere durch die Besetzung und den Vandalismus Armeniens völlig zerstörte Heimatsregion Karabach in ein echtes Paradies verwandeln werden“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur AserTAg Alijew.
Innerhalb von 44 Tagen habe die aserbaidschanische Armee den Gegner „vernichtend geschlagen und die territoriale Integrität des Landes wiederhergestellt“, hieß es weiter.
Mitte November hatte Aserbaidschans Präsident bei einem Besuch im Gebiet Jabrail angekündigt, vor internationalen Gerichten für den in Bergkarabach angerichteten Schaden eine Entschädigung von Armenien verlangen zu wollen.
„Alles wurde zerstört, kein einziges ganzes Gebäude haben sie übriggelassen, nur ein Standort der Militärs wurde wieder aufgebaut. Der Rest der Infrastruktur, darunter Häuser, Schulen und öffentliche Gebäude, alles wurde buchstäblich zerstört“, zitierten damals Medien Alijew.

Bergkarabach-Konflikt

Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, es gab Opfer unter Zivilisten. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an. Die Situation erschwerte sich dadurch, dass Baku aktiv von der Türkei (Nato-Mitglied) unterstützt wurde. Armenien ist seinerseits Mitglied der von Russland angeführten Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS).

Vereinbarung zu Bergkarabach

In der Nacht auf den 10. November hatten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Abkommen über die Einstellung des Feuers in Bergkarabach unterzeichnet. Demnach bleiben Aserbaidschan und Armenien in den von ihnen besetzten Stellungen. Eriwan übergab die Regionen Kelbadschar, Aghdam und Lachin an Baku.
Zudem war der Austausch von Kriegsgefangenen, Geiseln, aber auch von weiteren festgesetzten Personen und von Leichen der Gefallenen vereinbart worden. Entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Laçın wurde ein russisches Friedenskontingent aus 1960 Militärs mit Kleinwaffen, 90 Transportpanzern und 380 Fahrzeugen und Sondertechnik stationiert.
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