Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Zusätzliche Produktionsstätten in Deutschland: Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffherstellung

© REUTERS / DANIEL KARMANNGesundheitsminister Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 28.12.2020
Abonnieren
Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird es bald eine zusätzliche Produktion des Corona-Impfstoffs in der Bundesrepublik geben.
„Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland, etwa in Marburg in Hessen, geben kann“, teilte Spahn am Montag im Interview mit dem ZDF-„Morgenmagazin“ mit. „Ziel ist, noch im Februar-März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen.“
Der Minister sieht die Forderungen nach mehr Tempo mit Kritik. Denn die Impfstoffproduktion sei sehr komplex und anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. „Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg“, erklärte Spahn.
Ihm zufolge stimmt der Eindruck, dass alle Staaten außer Deutschland genügend Impfstoff hätten, mit der Realität nicht überein. „Der ist knapp für alle auf der Welt.“ Die Bundesregierung arbeite daran, dass es bald zusätzliche Mengen an Impfstoff gebe. „Aber wir machen das so, dass dann anschließend auch die Qualität stimmt“, betonte der Minister.
Nach Spahns Ansicht wird der Vorschlag des Linken-Gesundheitspolitikers Achim Kessler, Biontech zu zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nach- oder Mitproduzieren zu erteilen, nicht gut funktionieren.
„Eine Produktion für einen Impfstoff ist hoch anspruchsvoll und hochkomplex, die kann man nicht mal eben per Lizenz bei einem anderen Unternehmen machen“, sagte Spahn.
Dies werde den Herstellungsprozess auch nicht schneller machen. Dazu kämen noch die Qualitätsanforderungen, die eingehalten werden müssen, so Spahn abschließend.
Produktion von Pfizer-Impfstoff gegen Coronavirus - SNA, 1920, 28.12.2020
„Frage von Leben und Tod“: Politiker fordern schnellere Impfstoffproduktion in Deutschland

Corona-Impfstart in Deutschland

In Deutschland hat am Sonntag die Corona-Impfkampagne begonnen. Dafür wird das von Pfizer/Biontech hergestellte Serum verwendet. Es ist geplant, dass zuerst Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal geimpft werden.
„Der Impfstart heute macht Hoffnung und gibt Zuversicht”, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter. „Dass dieser Impfstoff in Deutschland für uns und für die Welt entwickelt wurde, erfüllt mich mit Stolz.”
Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, mahnte ungeachtet der begonnenen Impfkampagne zur Vorsicht. „Trotz der berechtigten Freude müssen wir alle Vorsichtsmaßnahmen weiterhin streng befolgen”, zitiert Reuters die Politikerin. „Wir sehen an den aktuellen Infektionszahlen, dass uns die Corona-Pandemie noch einige Zeit im Griff haben wird.”
Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt insgesamt 1.651.834 Infektionen (Stand: 28.12.2020, 00:00 Uhr) mit dem Coronavirus in Deutschland, das ist ein Plus von 10.976 zum Vortag. Weitere 348 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 30.126 Menschen an dem Virus gestorben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала