„Respekt kehrt zurück“: Berliner Polizei setzt Clankriminalität unter Druck

© AFP 2022 / ODD ANDERSENPolizeeinsatz nach dem Feuergefecht in Berlin-Kreuzberg am 26. Dezember 2020
Polizeeinsatz nach dem Feuergefecht in Berlin-Kreuzberg am 26. Dezember 2020 - SNA, 1920, 28.12.2020
Durch eine Offensive gegen die Clankriminalität in Berlin haben die Staatsbehörden nach Einschätzung von Innensenator Andreas Geisel (SPD) ihre Autorität zurückgewonnen, berichtet dpa.
Im Jahr 2020 hat es laut Geisel bis zum 30. November 227 Polizeieinsätze gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans gegeben (gegenüber 382 Einsätzen 2019). Davon seien 67 zusammen mit anderen Behörden wie Ordnungsämtern, Gewerbeaufsicht und Finanzämtern erfolgt.
Polizeiauto (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.12.2020
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„Die Polizisten vor Ort sagen: Der Respekt kehrt zurück“, sagte Geisel gegenüber der Agentur. „Vorher sind sie ausgelacht worden. Und wenn zwei Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht eine Bar kontrollieren wollten, sind sie nicht eingelassen worden. Jetzt kommen wir mit einer entsprechenden Größenordnung, gehen rein; beschlagnahmen und setzen die organisierte Kriminalität entsprechend unter Druck.“
Im scheidenden Jahr sind laut dem Innensenator bereits 1021 Anzeigen wegen Straftaten sowie 5496 wegen Ordnungswidrigkeiten erstattet worden. Die Polizei beschlagnahmte bei diesen Einsätzen 19.879 Zigaretten, 374 Kilo Wasserpfeifentabak, 1168 Verkaufsportionen Drogen, 38.000 Euro, 13 Waffen wie Messer, Schlagstöcke, Macheten, Baseballschläger und 76 Autos – vor allem wegen möglicherweise verbotener Umbauten, aber auch, weil sie für Verbrechen genutzt wurden
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