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Nord Stream 2: Bau der Gasleitung in Deutschland abgeschlossen

© SNA / Alexey VitvizkzyNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 28.12.2020
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Das Unternehmen Nord Stream 2 AG hat am Montag gegenüber dem Medienunternehmen RBK bekanntgegeben, die Rohrverlegung für die deutsch-russische Gasleitung Nord Stream 2 in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) abgeschlossen zu haben.
„Wir haben diese Bauarbeiten abgeschlossen“, teilte das Unternehmen mit.
Die Rohrverlegung sei auf einem 2,6 Kilometer langen Abschnitt in deutschen Gewässern in einer Tiefe von weniger als 30 Metern durchgeführt worden, hieß es.
Außenminister Heiko Maas gab zuvor an, im Streit mit Washington um das Gasprojekt Nord Stream 2 auch nach Bidens Amtseinführung nicht nachgeben zu wollen. Laut dem Minister wird es keine Kursänderung in dieser Frage von Seiten Deutschlands geben.
„Wir brauchen nicht über europäische Souveränität zu reden, wenn dann darunter verstanden wird, dass wir in Zukunft alles nur noch machen, wie Washington es will“, so der SPD-Politiker.
Zuvor hatte der stellvertretende Ministerpräsident Russlands, Alexander Nowak, gesagt, der Bau der Gaspipeline sei „in einem hohen Maß an Bereitschaftszustand“. Es sei ein kommerzielles Projekt, an dem hauptsächlich europäische Partner interessiert seien, hieß es. „Ich bin sicher, dass Nord Stream 2 fertiggestellt wird, zumal wir heute bereits Schritte unternehmen, um es fertigzustellen“, sagte Nowak gegenüber russischen Medien.

Pipelineprojekt Nord Stream 2

Das Vorhaben umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie ist zu 94 Prozent fertig.
Die Pipeline ist jetzt zu über 90 Prozent fertig. Laut S&P Platts müssen in Dänemark noch rund 147 Kilometer der Pipeline verlegt werden. Das Gebiet vor der Küste Deutschlands ist viel flacher als das in Dänemark. Die Rohrverlegung in dänischen Gewässern wird Mitte Januar beginnen, wie die dänische Seeverwaltung am 22. Dezember mitteilte.
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.
Die Europäische Kommission lehnte die Verhängung neuer Sanktionen ab und wies darauf hin, dass die „europäische Politik in Europa und nicht in Drittländern bestimmt wird“.
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