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Kanzleramtschef Braun hält Verlängerung des Corona-Lockdowns für wahrscheinlich

© AFP 2021 / MICHAEL KAPPELERKanzleramtschef Helge Braun (Archivfoto)
Kanzleramtschef Helge Braun (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.12.2020
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Kanzleramtschef Helge Braun hat eine Verlängerung des in Deutschland geltenden Corona-Lockdowns über den 10. Januar hinaus als „wahrscheinlich“ bezeichnet.
„Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen“, sagte Braun in einem Interview mit RTL/ntv.
Am 5. Januar wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar weitergeht.
Frankfurt  - SNA, 1920, 18.12.2020
Darum müssen Corona-Beschränkungen auch über den 10. Januar hinausgehen – Saar-Regierungschef
Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hält eine Verlängerung des harten Lockdowns Anfang Januar für nötig. Wie er gegenüber RTL/ntv mitteilte, seien die aktuellen Infektionszahlen trügerisch.
„Ich habe große Sorge, dass an Silvester gefeiert wird. Das muss dringend unterbunden werden“, betonte Hans.

Lockdown in Deutschland

In ganz Deutschland hat am 16. Dezember der harte Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bis zum 10. Januar gelten bundesweit entsprechende Verordnungen.
Für private Treffen gilt weiterhin eine Obergrenze von fünf Personen, die aus zwei Haushalten kommen dürfen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Das gilt auch für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit. Für die Weihnachtstage vom 24. bis 26. Dezember sollten außerdem Zusammenkünfte mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen möglich sein.
Am Silvester- und Neujahrstag ist es bundesweit verboten, sich zu versammeln. Auf belebten Plätzen und Straßen wird Pyrotechnik untersagt. An Silvester gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen: Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet (maximal fünf Menschen).
Viele Geschäfte des Einzelhandels sowie Friseursalons, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden nach dem Bund-Länder-Beschluss geschlossen. Geöffnet bleiben sollen Lebensmittelgeschäfte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser und Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben aber weiter möglich.
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