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Minsk: Luftballons als Symbol des Protestes gegen Lukaschenko

© REUTERS / STRINGERProtestaktion in Minsk
Protestaktion in Minsk - SNA, 1920, 27.12.2020
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In der weißrussischen Hauptstadt Minsk sind am Sonntag erneut hunderte Oppositionsanhänger auf die Straßen gegangen, um gegen den Präsidenten Alexander Lukaschenko zu demonstrieren. Als Zeichen ihres Unmuts ließen sie diesmal weiße und rote Luftballons aufsteigen, wie Bilder und Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigen.
Andere Protestierende zogen mit den weiß-rot-weißen Oppositionsflaggen durch Wohngebiete, wie das unabhängige Nachrichtenportal tut.by am Sonntag berichtet. Die Opposition habe zu der Luftballon-Aktion unter anderem aufgerufen, um viele Festnahmen vor den anstehenden Feierlichkeiten zum Jahreswechsel zu verhindern, heißt es.
Die Sicherheitskräfte seien erneut mit einem großen Aufgebot bei der Protestaktion in Minsk gewesen. Medienberichten zufolge kam es zu mehreren Festnahmen. Auch Unterstützer Lukaschenkos seien in der Hauptstadt unterwegs gewesen. Sie hätten die vorbeifahrenden Polizisten begrüßt.
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 11.12.2020
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Als ein Zeichen der Hoffnung nannte die Opposition die Aufhebung des Einreiseverbots für den Minsker Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz. Er zelebrierte an Weihnachten Gottesdienste in Minsk. Wie das Oberhaupt der belarussischen Katholiken am Donnerstag mitteilte, befindet er sich derzeit wieder zu Hause. Seit einem kurzen Aufenthalt in Polen Ende August hatten die Behörden Kondrusiewicz auf Betreiben Lukaschenkos die Wiedereinreise verweigert. Papst Franziskus hatte sich für seine Rückkehr bei Lukaschenko eingesetzt.

Unruhen in Weißrussland

Bei den Präsidentenwahlen in Weißrussland am 9. August hatte Alexander Lukaschenko mit mehr als 80 Prozent der Wählerstimmen nach offiziellen Angaben zum sechsten Mal in Folge gesiegt. Die Opposition erkannte das Ergebnis nicht an und erklärte seine Herausforderin Tichanowskaja zur wahren Siegerin. Daraufhin kam es landesweit zu Protesten, die von den Ordnungskräften zunächst gewaltsam niedergeschlagen wurden. Seit Beginn der Proteste kamen über 30.000 Menschen in Polizeigewahrsam. Die Opposition fordert Lukaschenkos Rücktritt, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen.
Die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und hat Tichanowskaja und der Demokratiebewegung breite Unterstützung zugesichert. Minsk sieht Tichanowskaja wiederum als Gefahr für die nationale Sicherheit und hat die Oppositionsführerin deshalb zur Fahndung ausgeschrieben.
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