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Mindestens 207 Tote bei Massaker in Äthiopien - Behörden

© REUTERS / MOHAMED NURELDIN ABDALLAHÄthiopier fliehen ins Nachbarland Sudan
Äthiopier fliehen ins Nachbarland Sudan - SNA, 1920, 25.12.2020
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Die Zahl der Todesopfer bei einem Massaker im Westen Äthiopiens ist auf mindestens 207 gestiegen. Dies berichtet die dpa unter Berufung auf lokale Behörden.
Die Äthiopische Menschenrechtskommission und Amnesty International hatten zuvor von mehr als 100 Todesopfern gesprochen. Nun sei die Todeszahl auf 207 gestiegen, wie der Bezirk Bulen in der Region Benishangul-Gumuz unter Berufung auf Informationen der äthiopischen Streitkräfte mitteilte.
Bewaffnete griffen am Mittwoch Amnesty zufolge Angehörige der Bevölkerungsgruppen der Amhara, Oromo und Shinasha an - zum wiederholten Male in den vergangenen Monaten. Nach dem Angriff wurden mindestens 42 bewaffnete Männer, die mutmaßlich an der Bluttat beteiligt waren, von den Streitkräften getötet, wie die Regierung der Region Benishangul-Gumuz mitteilte.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell mahnte, dass die Berichte über ethnische Gewalt in Benishangul-Gumuz und andere Vorwürfe von Verstößen gegen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht unabhängig untersucht werden müssten.
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Die EU verfolge die Krise in Äthiopien genau und sei sehr besorgt über die humanitäre Lage, sagte Borrell. Zudem seien Berichte über eine kontinuierliche Beteiligung nicht-äthiopischer Akteure besorgniserregend.
„Es ist extrem wichtig, dass die Feindseligkeiten komplett beendet werden“, hieß es.
Der Konflikt und seine regionalen Auswirkungen seien zunehmend besorgniserregend für die internationale Gemeinschaft.
Im Vielvölkerstaat Äthiopien mit seinen rund 112 Millionen Einwohnern gibt es etliche Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen. Sie haben unter dem seit 2018 regierenden Ministerpräsidenten Abiy Ahmed zugenommen. Derzeit herrscht in der nördlichen Region Tigray ein Konflikt zwischen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die dort an der Macht war, und der Zentralregierung in Addis Abeba.
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