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Kein Vakzin für Flüchtlinge: Venezuela macht Kolumbien schwere Vorwürfe

© REUTERS / EVGENIA NOVOZHENINAVenezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez (Archiv)
Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez (Archiv) - SNA, 1920, 25.12.2020
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Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat die Entscheidung Kolumbiens heftig kritisiert, venezolanische Flüchtlinge nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
Die Anordnung von Kolumbiens Präsident Iván Duque vom Donnerstagabend (Ortszeit) sei „schrecklich und barbarisch“, sagte sie.
„Duques Entscheidung ist fremdenfeindlich, rassistisch und verletze die Rechte der Migranten“, betonte sie die Vizepräsidentin nach einem Treffen mit Vertretern des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte.
Der Deutschen Presse-Agentur zufolge hatte Duque Anfang der Woche deutlich gemacht, dass venezolanische Flüchtlinge, die in Kolumbien keinen offiziellen Aufenthaltsstatus oder keine doppelte Staatsbürgerschaft haben, kein Corona-Vakzin bekommen sollten. Mit massenhaften Impfungen im Land wird Plänen zufolge von Februar an begonnen.
Maßnahmen gegen Corona-Verbreitung im Flughafen von Quito, Ecuador  - SNA, 1920, 22.12.2020
Lateinamerika verschärft Maßnahmen wegen Corona-Mutation
Duque wurde dafür auch in Kolumbien, unter anderem vom früheren Gesundheitsminister Alejandro Gaviria und Ex-Präsident Andrés Pastrana, heftig kritisiert. Millionen Menschen hatten Venezuela verlassen, das einst reiche südamerikanische Land steckt in einer tiefen Krise. Kolumbien hat offiziell 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland beherbergt, mehr als jedes andere Land. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt illegal dort, so die dpa.
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