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Neuköllner Brandanschlagsserie scheint aufgeklärt

© AFP 2021 / BARBARA SAXEine rechtsextreme Demonstration in Berlin-Neukölln (Archivbild)
Eine rechtsextreme Demonstration in Berlin-Neukölln (Archivbild) - SNA, 1920, 24.12.2020
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Nach einer Serie von mehr als 20 mutmaßlich rechtsextrem motivierten Brandanschlägen in Neukölln hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch zwei Tatverdächtige verhaftet.
Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige seien am Mittwochvormittag vollstreckt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter mit. Nach Angaben des rbb handelt es sich bei ihnen um die polizeibekannten Neonazis Tilo P. (37) und Sebastian T. (34). Am Mittwochabend kam einer der beiden Verdächtigen auf Beschluss des Haftrichters wieder frei. Der andere blieb zunächst in Untersuchungshaft.
Die beiden haben in diesem Jahr bereits wegen des Vorwurfs vor Gericht gestanden, gemeinsam das Gesicht von Rudolf Heß sowie Nazi-Parolen und SS-Runen auf Mauern und Hauswände im Süden Neuköllns gesprüht zu haben, berichtet der rbb24. Der Prozess könnte im Februar fortgesetzt werden.
Grund für die Festnahmen vom Mittwoch seien die Brandanschläge auf Autos des linken Bezirkspolitikers Ferat Kocak und des Buchhändlers Heinz Ostermann im Februar 2018.
„Es gab nicht einen beweismäßigen Durchbruch, sondern viele Mosaiksteine, die akribisch in Bezug zueinander gesetzt werden mussten“, sagte Oberstaatsanwalt Dirk Feuerberg dem rbb.
Bei einem der Verdächtigen gehe es auch noch um Betrug, darunter mit Mitteln der Corona-Soforthilfe. In den vergangenen Jahren – vor allem zwischen 2016 und 2018 – hatte es im Bezirk Neukölln mehrere Übergriffe und Anschläge auf Menschen gegeben, die sich offen gegen Rechtsextremismus engagieren. Autos von bekannten Mitgliedern linker Parteien und Einrichtungen wurden in Brand gesteckt.
Außerdem wurden Drohungen verschickt und linke Treffpunkte beschädigt, berichtet das Portal weiter. Nach seinen Informationen waren durch Medienberichte Hinweise auf mögliche Verstrickungen von Polizisten in den Fall bekanntgeworden. Im Mai 2019 wurde eine Sonderkommission der Polizei mit den weiteren Ermittlungen beauftragt.
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