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Kreml: Neue US-Sanktionen können Bau von Nord Stream 2 erschweren

© SNA / Sergey GuneevNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 24.12.2020
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Moskau rechnet mit weiteren Beeinträchtigungen bei der Fertigstellung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 durch neue US-Sanktionen. Russland und seine Partner in Europa beabsichtigen jedoch laut dem Kreml, die Leitung zu Ende zu bauen.
Auf die Frage, ob Washington über echte Mechanismen verfüge, die das Projekt stoppen können, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass die US-Sanktionen darauf ausgerichtet seien, die Umsetzung des Gaspipeline-Projekts möglichst zu erschweren.
„Natürlich zielen die Beschränkungen, die die Amerikaner bereits verabschiedet haben und die im Entwurf des Verteidigungshaushalts geplant sind, darauf ab, die Umsetzung dieses Projekts, was Europa im Hinblick auf die europäische Energiesicherheit so dringend benötigt, maximal zu erschweren“, sagte Peskow.
Russland und seine europäischen Partner seien daran interessiert, dass dieses Projekt im Interesse der europäischen Verbraucher und der russischen Gasversorger umgesetzt und abgeschlossen werde, unterstrich Peskow.
Die US-Regierung bereitet Insidern zufolge neue Sanktionen wegen der Pipeline vor. Die Maßnahmen könnten „in sehr naher Zukunft“ eingeleitet werden, sagten drei hochrangige US-Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Gegen wen sich die Sanktionen richten sollen, blieb zunächst offen. Regierungen oder bestimmte Regierungsvertreter seien jedoch nicht das Ziel, hieß es.
Wladimir Putin spricht aus dem Fernsehstudio in Nowo-Ogarjowo mit Journalisten im Rahmen der großen Pressekonferenz am 17. Dezember 2020 - SNA, 1920, 17.12.2020
Putin: Nord Stream 2 ist für Europa und Deutschland profitabel
Am 11. Dezember wurde mitgeteilt, dass die Verlegung von Pipeline-Rohren für Nord Stream 2 im deutschen Gebiet der Ostsee wieder aufgenommen worden sei. Ab dem 15. Januar soll in dänischen Gewässern gearbeitet werden.

Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.


Widerstand gegen Nord Stream 2

Die USA und einige europäische Staaten stemmen sich aktiv gegen Nord Stream 2. Washington will eigenes, deutlich teureres Flüssiggas nach Europa verkaufen. Im November erweiterten die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen gegen das russische Gasprojekt. Nun sind alle Unternehmen betroffen, die Dienstleistungen für Schiffe anbieten, die am Bau der Pipeline beteiligt sind.
Im November unterzog die Bundesregierung in Berlin die extraterritorialen US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 einer harten Kritik. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, hat den US-Sanktionsdruck als „unzulässigen Eingriff ins Völkerrecht“ bezeichnet.
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