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Ein Pottwal aus Stahl fürs Ewige Eis: Russische Forschungsplattform „Sewernyj Poljus“

© SNA / HandoutStapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“ in St. Petersburg am 18. Dezember 2020
Stapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“  in St. Petersburg am 18. Dezember 2020 - SNA, 1920, 24.12.2020
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Die Arktisforschung bekommt ein neues Schwergewicht. „Sewernyj Poljus“ sieht aus wie ein Pottwal und braucht keinen Eisbrecher als Begleiter. Zwei Jahre am Stück soll er im ewigen Eis unterwegs sein können – mit einem internationalen Forschungsteam an Bord.
In St. Petersburg ist nach einer Bauzeit von gerade einmal zwei Jahren ein ungewöhnliches Schiff namens „Sewernyj Poljus“ (zu Deutsch: Nordpol – Anm. d. Red.) vom Stapel gelaufen. Der Koloss aus Stahl soll als weltweit erste schwimmende Plattform der Ozeanographie, Klimaforschung, Geophysik wie auch der Suche nach Ressourcen dienen. Russische Wissenschaftler werden die insgesamt 20 Laboratorien mit der internationalen Forschergemeinde teilen.
„Sewernyj Poljus“ ist 83 Meter lang und 22 Meter breit. Seine ungewöhnliche Form, die an einen Pottwal erinnert, verdankt es zwei Umständen: Der verfügbare Raum wurde auf diese Weise maximiert, außerdem soll die Form verhindern, dass das Schiff im Eis festfriert. Er soll zu jeder Jahreszeit in der Arktis arbeiten können – bis zu zwei Jahre am Stück und auf keinen Eisbrecher angewiesen sein – um an den Zielort seiner Drift zu gelangen. Ein Dieselmotor mit einer Leistung von 4200 Kilowatt wird das Schiff in Bewegung setzen.
© SNA / HandoutStapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“ in St. Petersburg am 18. Dezember 2020
Stapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“  in St. Petersburg am 18. Dezember 2020 - SNA, 1920, 23.12.2020
Stapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“ in St. Petersburg am 18. Dezember 2020
Neben Laboratorien und Kajüten für die Bordgäste werden Drohnen sowie ein Hubschrauber an Bord Platz bekommen. Das Forschungsschiff soll wieder komplexe Erforschungen der Arktis ermöglichen, die infolge der globalen Erwärmung seit 2013 eingestellt werden mussten. Zuvor gelangten Forscher mit Eisbrechern in die Regionen und errichteten auf dem Eis driftende Forschungsstationen.
Das Schiff wird nach Plan im Jahr 2021 die Werft verlassen und bricht im Jahr 2022 nach diversen Tests in die Arktis auf.
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