Wieder Afroamerikaner bei US-Polizeieinsatz getötet

© SNA / Dmitri Parschin / Zur BilddatenbankUS-Polizei
US-Polizei - SNA, 1920, 23.12.2020
Im US-Bundesstaat Ohio ist wieder ein Afroamerikaner während eines Polizeieinsatzes ums Leben gekommen. Dies teilte der Bürgermeister der Stadt Columbus Andrew Ginther auf seinem Twitter-Account mit.
Laut dem Bürgermeister habe der betroffene Polizist seine Körperkamera nicht angeschaltet, was inakzeptabel sei. Der Fall werde derzeit untersucht, fügte Ginther hinzu.
Wie die Polizei von Columbus mitteilte, seien die Polizeibeamten von einem Anwohner herbeigerufen worden, der beobachtet habe, wie ein dunkelhäutiger Mann eine lange Zeit in einem Auto gesessen und es an- und ausgeschaltet habe. Als die Polizisten angekommen seien, hätten sie eine offene Garage entdeckt, aus der ein Mann herausgekommen sei. In seiner linken Hand habe er ein Handy getragen, seine rechte Hand sei für die Polizisten unsichtbar gewesen, woraufhin sie das Feuer auf den Mann eröffnet hätten.
Der 47-jährigge Mann sei später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Bisher seien keine weiteren Angaben bezüglich dieses Falls gemacht worden.
Anfang Dezember war in Columbus auch ein Afroamerikaner beim Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Damals hatten die Polizisten den 23-jährigen Casey Goodson bei der Fahndung nach Verdächtigen erschossen. Allerdings sei er nicht der Verdächtige gewesen. Später hatte die Familie des Opfers die Polizei angeklagt.

Massenproteste nach Tod von George Floyd

Bereits in diesem Jahr war es in den USA zu Massenprotesten infolge der Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd durch Polizisten im Laufe eines Polizeieinsatzes am 25. Mai 2020 in Minneapolis gekommen.
Die Proteste richten sich gegen Polizeigewalt sowie strukturellen Rassismus und standen unter dem Motto „Black Lives Matter“. Sie erfassten alle größeren Städte der Vereinigten Staaten und fanden auch weltweit statt. In den Vereinigten Staaten wurden einige Proteste von gewalttätigen Unruhen begleitet, bei denen zahlreiche Geschäfte beschädigt, geplündert sowie in Brand gesetzt wurden.
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