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Auch in der Pandemie geht die Schweiz ihren eigenen Weg – Swiss Russian Forum

© REUTERS / DENIS BALIBOUSEWeihnachtsmarkt in Bern
Weihnachtsmarkt in Bern - SNA, 1920, 23.12.2020
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Die Stiftung Swiss Russian Forum ist mit ähnlichen Problemen konfrontiert wie viele andere Organisationen unter Pandemie-Bedingungen. Trotzdem bewertet ihre Gründerin und Executive Präsidentin Béatrice Lombard die Ergebnisse des Jahres 2020 im SNA-Interview positiv.
2020 wurden die Suworow-Preise für die besten schweizerisch-russischen Innovationsprojekte verliehen und die sogenannten Matrjoschka-Gespräche zu aktuellen russischen Themen durchgeführt. Die Stiftung Swiss Russian Forum konnte diese Veranstaltung leider nicht wie früher in Moskau organisieren, weil die Grenzen geschlossen waren und es keine Flüge gab, bedauerte die Präsidentin des Forums.
„Dazu noch wurden viele Veranstaltungen in Russland annulliert, unter anderen ein Kongress im Gesundheitsbereich in Moskau verbunden mit dem Krebskongress in St. Petersburg. Deswegen haben wir unsere Veranstaltungen in der Schweiz durchgeführt, aber nicht viele Leute waren dabei, nicht mehr als 60 bis 70 Personen, das waren  Schweizer und Russen, die hier leben“, sagte Béatrice Lombard. 
Nachdem die zweite Welle der Pandemie begonnen hatte und die Zahl der mit Coronaviren Infizierten in der Schweiz sowie in ganz Europa und in Russland gestiegen war, wurde klar, dass neue Wege erforderlich waren.
„Wir haben uns gesagt, wir versuchen, uns für das Neue Jahr neu aufzustellen, weil die Welt nicht mehr so sein wird wie vorher. Wir diskutieren jetzt dazu, haben ein neues Programm aufgestellt. Die Möglichkeit der Online-Kontakte wird jetzt bestehen, das haben wir vorher nicht gemacht. Ich persönlich glaube nicht an diese Video-Konferenzen, vielleicht bin ich die alte Schule, aber persönliche Kontakte sind für mich immer sehr wichtig. Die Leute möchten hingegen einen Meinungsaustausch machen, Fragen stellen und wissen, wie die Entwicklungen sind, - das kann man über Video schlecht machen. Wir müssen uns doch an das Neue anpassen, weil die Leute allerdings daran schon gewöhnt sind, deshalb werden wir in der Zukunft beides machen: Veranstaltungen austragen und die dann viedeomäßig zugänglich machen.“
BioNTech-Impfdosen - SNA, 1920, 18.12.2020
Neue Impfstrategie der Schweiz: Wie vorbereitet ist das Land auf die Covid-19-Impfung?
Laut Béatrice Lombard ist die Neujahrsstimmung unter Bürgern der Schweiz nicht so fröhlich wie früher. Man lebe im Lockdown mit einem Damoklesschwert im Nacken, wie sie sagte. Trotzdem seien die Einschränkungen im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern nicht sehr streng, obwohl die Zahl der infizierten Einwohner genug hoch sei.
„Die Leute kaufen ein, die Geschäfte gehen jetzt, machen aber bereits um sieben Uhr zu. Restaurants sind geschlossen nach 19 Uhr. Aber die Kantone können entscheiden, was für die richtig ist, und nicht der Bundesrat. Wir haben unterschiedliche Maßnahmen in den einzelnen Kantonen ergriffen. Die Schweiz ist ein sehr demokratisches und föderalistisches Land. Die Hoheit der Kantone wird sehr hochgehalten und streng gewertet. So kann es kommen, dass ein Kanton, zum Beispiel das Kanton der West Schweiz, strenge Maßnahmen wegen hoher Ansteckungszahlen hatte. In anderen Kantonen war es nicht erforderlich. So wollen sie die Skiorte offen behalten, und sie werden offen bleiben, aber mit strengen Konzepten, die eingehalten werden müssen.“
Die Regelungen über Skifahren über Weihnachten und Neujahr sind in einzelnen EU-Ländern unterschiedlich. Deutschland hat vorgeschlagen, Skifahren in der ganzen Europäischen Union bis Ende Januar 2021 zu verbieten, doch keine eindeutige Relation gefunden. In der Schweiz ist die Skisaison bereits gestartet. Auch der ab 22. Dezember bis 22.Januar vom Bundesrat erklärte Lockdown betrifft nicht die Skigebiete. Mehrere Kantone schließen aber die Skilifte, diese werden jedoch im Kanton Wallis (Verbier, Zermatt) sowie in Graubünden (Arosa-Lenzerheide, Davos, St. Moritz) funktionieren.
„Da geht die Schweizer Konföderation  wieder einmal ihren eigenen Weg – sie ist nicht Mitglied der EU. Wir haben strenge Konzepte, die werden beibehalten, und sie werden kontrolliert werden. Wenn die Zahl der Infizierten stark ansteigt, dann müssen wir das Ganze neu überlegen. Was die Impfung betrifft, so ist das Impfverhalten der Schweizer Bürger sehr zurückhaltend. Sie stehen Impfungen skeptisch gegenüber und werden zweimal überlegen, bevor sie sich impfen lassen werden“, so  Béatrice Lombard.
Die Stiftung Swiss Russian Forum unterstützt und organisiert den interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen der Schweiz, Liechtenstein und der Russischen Föderation mit dem Ziel, eine nachhaltige Wirtschaft zu entwickeln. Es gibt vier strategische Programme: Recht und Finanzen; Wissenschaft und Technik; Gesundheitsvorsorge; Politik und Gesellschaft.
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