Leichen werden zwischengelagert: Krematorium in Zittau wegen vieler Corona-Sterbefälle überfüllt

CC BY-SA 4.0 / Jwaller / Wikimedia Commons (cropped)Krematorium in Zittau (Archivbild)
Krematorium in Zittau (Archivbild) - SNA, 1920, 23.12.2020
Wegen hoher Corona-Sterbefallzahlen ist das örtliche Krematorium im ostsächsischen Zittau überlastet. Das hat nach Angaben der Stadt zur Reorganisation der Totenlagerung geführt.
Man werde jetzt die Verstorbenen „im Bereich des Hochwasserstützpunkts“ lagern. Bei Freigabe zur Einäscherung werden sie dann ins Krematorium gefahren. Dies wurde mit Oberbürgermeister Thomas Zenker kurzfristig abgesprochen.
Die Zahl der notwendigen Einäscherungen übersteige derzeit „mitunter die Kapazitäten des Zittauer Krematoriums“. Es gebe deutlich höhere Sterbefallzahlen, mehr Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen in den Standesämtern. Alle Mitarbeiter seien „an den Belastungsgrenzen“.
Besonders im Dezember gab es nach Angaben der Stadt viele Tote. Im Dezember 2019 starben 45 Personen, in diesem Monat waren es bislang schon 115. „Trotz der Sondersituation ist die Lage derzeit noch beherrschbar, muss aber mit Blick auf eine weitere Entwicklung jetzt entsprechend organisiert werden“, sagte der Krematoriums-Geschäftsführer Daniel Brendler. Die Stadt wandte sich inzwischen an den Landkreis Görlitz und die Landesregierung Sachsen, um gemeinsame Maßnahmen für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage zu treffen.
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Zittau liegt im Südosten Sachsens und hat rund 25.000 Einwohner. In Sachsen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts insgesamt 111.922 Menschen mit COVID-19-Infektion registriert worden (Stand: 23.12., 00.00 Uhr). Bislang sind dort 2409 Menschen an Corona gestorben.
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