„Wonder Woman“-Star als neue Kleopatra: Gal Gadot kontert „Whitewashing“-Vorwürfe

© REUTERS / DANNY MOLOSHOKGal Gadot (Archivbild)
Gal Gadot (Archivbild) - SNA, 1920, 23.12.2020
Die israelische Schauspielerin und „Wonder Woman“-Darstellerin Gal Gadot hat sich gegenüber BBC News Arabic über ihre neue Rolle als Kleopatra, die legendäre Herrscherin des alten Ägyptens, ausgesprochen.
Im Oktober wurde bekannt, dass das Studio Paramount eine Neuauflage von „Cleopatra“ unter der Regie von Patty Jenkins mit Gadot in der Titelrolle dreht. Ihre eigene Produktionsfirma, Pilot Wave, soll die Umsetzung übernehmen.
Die Schauspielerin verkündete ihre Pläne auf Twitter und löste damit unterschiedliche Reaktionen aus, darunter auch äußerst negative. Einige Kritiker meinten, Gadot passe wegen ihrer Abstammung nicht für die Rolle, und warfen der Israeli „Whitewashing“ vor. Stattdessen sollte eine Araberin oder eine Afrikanerin Kleopatra darstellen.
Die Beschuldigungen wies Gadot aber zurück und betonte, dass die letzte Königin Ägyptens Mazedonierin gewesen sei.
„Wenn man den Fakten treu bleiben will, dann war Kleopatra Mazedonierin“, zitiert der Sender am Dienstag die Schauspielerin.
Kleopatras Vater, Ptolemaios XII. Neos Dionysos, war Mazedonier und entstammte einem Offizier im Heer Alexander des Großen. Die Mutter der legendären Königin wird von den Quellen nicht erwähnt, sie dürfte aber eine vornehme Ägypterin gewesen sein.
„Wir haben nach einer mazedonischen Schauspielerin gesucht, die zur Rolle von Kleopatra passen könnte. Es hat keine gegeben, ich aber bin voller Leidenschaft für Kleopatra“, so Gadot.
Jeder könnte einen Film über Kleopatra drehen, betonte die Schauspielerin. Sie sei voller großer Leidenschaft für ihr Projekt.
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Kleopatra VII. Philopator herrschte von 51 bis 30 vor Christus als letzte Königin Ägyptens und gilt als eine der einflussreichsten Frauen der Geschichte. Nach dem Tod ihres Vaters kämpfte sie in einem brutalen Bürgerkrieg gegen ihren Bruder um die Kontrolle über Ägypten. Sie gewann die beiden mächtigsten Römer ihrer Zeit, zuerst Gajus Julius Cäsar und nach dessen Ermordung Marcus Antonius, zu Geliebten, und konnte mit deren Hilfe für einige Zeit die Machtstellung des Ptolemäerreichs deutlich verbessern.
Um die Regentin ranken sich unzählige Mythen, doch angeblich war sie weder atemberaubend schön noch ließ sie sich in einen Teppich eingerollt in Cäsars Palast bringen. Stattdessen soll Kleopatra eine erfahrene Diplomatin und Rednerin gewesen sein, die mehrere antike Sprachen fließend beherrschte.
In dem Monumentalfilm „Cleopatra“ von 1963 verkörperte Schauspieldiva Elizabeth Taylor unter der Regie von Joseph Mankiewicz die ägyptische Königin. Der Streifen gewann vier Oscars und ist immer noch einer der profitabelsten Filme aller Zeiten.
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