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Russland schickt 35 Waggonladungen mit humanitärer Hilfe nach Berg-Karabach

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Hilfs­lie­fe­rungen aus Russland - SNA, 1920, 22.12.2020
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Russland hat 35 Eisenbahnwaggons mit humanitärer Hilfe in die Konflikt-Region Bergkarabach geliefert. Laut dem russischen Notfallministerium ist das die größte Fracht auf der Schiene.
Bislang seien neun Eisenbahnwaggons und fünf Tragewagen entladen worden. Das sind mehr als 250 Tonnen Güter. Fünf Tanklöschfahrzeuge, vier Geländewagen, zehn Dieselgeneratoren, 280 Kubikmeter Schnittholz und etwa 35.000 Haushaltszubehörteile stehen für den weiteren Transport bereit, verlautete am Dienstag aus dem Ministerium.
Die genannten Geräte und Haushaltsgegenstände sollen nun mit 25 Lastwagen des russischen Notfallministeriums in die Hauptstadt von Berg-Karabach, Stepanakert, geliefert werden, wo sie verteilt werden.

Ende des Bergkarabach-Krieges

Aserbaidschan und Armenien haben am 9. November unter der Vermittlung Russlands eine Erklärung zur Einstellung der Kampfhandlungen in Bergkarabach unterzeichnet. Ab dem 10. November gilt demnach eine komplette Waffenruhe. Die Truppen Aserbaidschans und Armeniens bleiben an den aktuellen Positionen. Armenien musste Gebiete um Bergkarabach an Aserbaidschan zurückgeben. Beide Staaten verpflichteten sich zum Austausch von Kriegsgefangenen. Außerdem sind nun in Bergkarabach russische Friedenstruppen stationiert.
Laut dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan war diese Entscheidung für ihn extrem schmerzhaft. Gleich danach kam es in Jerewan zu heftigen Protesten. Der Präsident Aserbaidschans Ilham Alijew bezeichnete die Unterzeichnung des Dokuments Kapitulation Armeniens. Das Abkommen sei für Baku äußerst vorteilhaft.

Hintergrund des Konflikts

Der Konflikt in der hauptsächlich von Armeniern bewohnten und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden Region Bergkarabach brach im Februar 1988 aus, nachdem das Autonome Gebiet Bergkarabach mit Verwaltungszentrum in Stepanakert den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen SSR verkündet hatte. Im September 1991 rief Stepanakert die Republik Bergkarabach aus, zu der das frühere autonome Gebiet und einige benachbarte, von Armeniern bewohnte Siedlungen gehörten. Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und löste die Autonomie von Karabach auf.
Darauf kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von armenischen Diasporen in aller Welt unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern. Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor seine Kontrolle über Bergkarabach sowie gänzlich bzw. teilweise über sieben benachbarte Kreise.
Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ihre Co-Vorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich. Bei dem Konflikt kamen geschätzt rund 30.000 Menschen ums Leben.
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