Razzia wegen Verdachts auf vorbereiteten Sprengstoffanschlag in Berlin

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEPolizei am Alexanderplatz in Berlin (Archiv)
Polizei am Alexanderplatz in Berlin (Archiv) - SNA, 1920, 22.12.2020
Polizeikräfte haben am Dienstagmorgen die Wohnung einer mutmaßlich islamistischen Person in Berlin-Marzahn durchsucht, meldet dpa. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, habe sich der Verdacht der Vorbereitung einer schweren Straftat aber bislang nicht bestätigen oder konkretisieren lassen. Die Ermittlungen liefern aber weiter.
Nach Angaben des Sprechers ging es um den Verdacht, dass ein Sprengstoffanschlag vorbereitet worden sei.
Die Polizei twitterte, dass seit 6.00 Uhr rund 190 Kräfte im Einsatz seien. Die Person, die zum islamistischen Spektrum gehören soll, sei bei der Durchsuchung angetroffen worden. Laut der Staatsanwaltschaft wurde niemand festgenommen. Einem Augenzeugenbericht zufolge war die Aktion in Marzahn am Vormittag abgeschlossen.
Wie der Berliner Senat kürzlich erklärte, müsse man jederzeit damit rechnen, dass es wieder zu einem Anschlag in Berlin kommen könne. Es gebe eine „anhaltend hohe Gefährdungslage“. Die Behörden haben etwa radikalisierte islamistische Einzeltäter im Fokus.
Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche steuerte der islamistische Terrorist Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelzug in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt. Zuvor hatte er den polnischen Fahrer des Sattelzugs erschossen und das Fahrzeug geraubt.
Durch die Kollision mit dem Lkw starben elf Besucher des Weihnachtsmarktes und mindestens 67 Besucher wurden zum Teil schwer verletzt. Das zwölfte Todesopfer war der Speditionsfahrer des Lkw.
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