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Noch immer keine Beweise im Fall Nawalny vorgelegt: Moskau kritisiert neue EU-Sanktionen

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLDie Berliner Universitätsklinik Charité, in der Nawalny behandelt wurde.
Die Berliner Universitätsklinik Charité, in der Nawalny behandelt wurde.  - SNA, 1920, 22.12.2020
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Die Länder, die im Zusammenhang mit dem Fall um Oppositionspolitiker Alexej Nawalny Sanktionen eingeleitet haben, haben nicht nur Moskau, sondern auch ihren EU-Partnern keine Beweise vorgelegt, teilte das russische Außenministerium am Dienstag mit.
„Die Länder, die diesen Schritt vorbereitet haben, haben in diesem Fall weder den russischen Behörden Beweise vorgelegt – trotz unserer wiederholten Appelle an sie – noch ihren eigenen EU-Partnern“, heißt es in der Erklärung des Ministeriums.
Diese „konfrontative politische Entscheidung, die den völkerrechtlichen Vorrechten des UN-Sicherheitsrates und den Helsinki-Grundsätzen der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten zuwiderläuft“, sei „in einer Atmosphäre der Eile und Geheimhaltung“ getroffen worden.
Auf der Grundlage des Prinzips der Gegenseitigkeit habe das Ministerium die Liste der Vertreter der EU-Mitgliedstaaten erweitert, denen die Einreise in das Hoheitsgebiet der Russischen Föderation untersagt sei. Auf der Liste befinden sich diejenigen, die an der Eskalation der antirussischen Sanktionsaktivitäten innerhalb der EU beteiligt gewesen seien, so die Behörde.
Früher am Dienstag hatte das Außenministerium Russlands in Zusammenhang mit dem Fall Nawalny und den antirussischen EU-Sanktionen Diplomaten Deutschlands, Frankreichs und Schwedens einbestellt.
Außenministerium Russlands (Archivfoto) - SNA, 1920, 22.12.2020
Russisches Außenamt bestellt Diplomaten von Berlin, Paris und Stockholm ein

Causa Nawalny

Alexej Nawalny war am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Er wurde zunächst in einem Omsker Krankenhaus behandelt und dort in ein künstliches Koma versetzt. Der 44-Jährige wurde später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Anfang September wurde Nawalny aus dem Koma geholt und bereits am 23. September aus der Berliner Charité entlassen.
Die Bundesregierung sprach bereits am 2. September von einer Vergiftung Nawalnys mit einem Nervenkampfstoff der „Nowitschok“-Reihe, nachdem Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr die Belege dafür geliefert hätten. Laut dem Omsker Krankenhaus wurden in Nawalnys Blut und Urin kein Gift oder Spuren davon entdeckt, als vorläufige Diagnose wurde eine Stoffwechselstörung angegeben, die ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels verursacht haben soll.
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