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Drosten zuversichtlich: Corona-Mutation „eher kein größeres Problem für Deutschland“

© AP Photo / Markus SchreiberDer deutsche Virologe Christian Drosten (Archiv)
Der deutsche Virologe Christian Drosten (Archiv) - SNA, 1920, 22.12.2020
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Dem Chef-Virologen der Berliner Charité, Christian Drosten, zufolge ist eine rasante Ausbreitung der neuen Corona-Variante in Deutschland wenig wahrscheinlich.
„Ich glaube nicht, dass wir da bald ein größeres Problem kriegen“, sagte er am Dienstag gegenüber den Medien.
Allerdings sei es aber laut Drosten wahrscheinlich, dass die Variante mit der Bezeichnung B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien entdeckt wurde, mittlerweile auch in Deutschland sei.
„Aber bei den aktuellen Beschränkungen dürfte diese Variante hierzulande eher schwer Fuß fassen“, glaubt der Chef-Virologe der Berliner Charité.
Dabei könne man diejenigen Daten in Betracht ziehen, die von der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) veröffentlicht worden waren. Laut diesen Daten verbrachte sich die neue Corona-Mutation im Vergleich zu bereits bekannten Varianten von Sars-CoV-2 an solchen Orten besonders rasant, wo unzureichende Beschränkungen einen Anstieg der Infektionszahlen verursachen. In britischen Gegenden, in denen wirksame Corona-Maßnahmen gelten, gerate auch die neue Variante nicht außer Kontrolle, so Drosten. Daher kommt der Top-Virologe zum Schluss, dass der in Deutschland geltende Lockdown die Chancen für eine Verbreitung gering mache.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 21.12.2020
Neue Corona-Variante in Großbritannien: Maas fordert gemeinsame EU-Antwort

Corona-Mutation in Großbritannien

Die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation soll nach ersten Erkenntnissen der britischen Forscher um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form sein. Dafür werteten sie Daten aus verschiedenen Regionen aus.
Aus den PHE-Modellrechnungen könne man ableiten, dass sich die Reproduktionszahl - also die Zahl der Menschen, die ein Infizierter im Schnitt ansteckt - bei der neuen Variante je nach Ort um etwa 30 bis 40 Prozent erhöht hätte, sagte Drosten. Obwohl dies ein erheblicher Anstieg sei, seien diese Schätzungen laut Drosten unscharf.
Die neue Variante des Virus ist von rund 20 Mutationen in ihrem Erbgut gekennzeichnet. Die Mutation mit der Bezeichnung N501Y dürfte es leichter machen, in menschliche Zellen einzudringen und eine Infektion zu verursachen.
Zum Schutz vor der Mutation dürfen in Deutschland seit Montag bis zunächst 31. Dezember keine aus Großbritannien kommenden Flugzeuge mehr landen. Das hatte das Bundesverkehrsministerium am Sonntag verfügt. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge. Auch zahlreiche andere europäische Länder hatten am Sonntag Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet.
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