Corona-Mutation: Schweiz erlässt Einreiseverbote und Quarantäne für Briten und Südafrikaner

Die Schweizerfahne  - SNA, 1920, 22.12.2020
Der schweizerische Bundesrat hat eine Quarantäne für Angereiste aus Großbritannien und Südafrika angeordnet. Grund dafür sind Berichte über eine neue Coronavirus-Variante, die in diesen Ländern festgestellt wurde.
Einreisen aus Großbritannien und Südafrika in die Schweiz sind dem offiziellen Statement zufolge ab Montag verboten. Die Flugverkehrsverbindungen zwischen der Alpenrepublik und den beiden Ländern wurde per Sonntagmitternacht eingestellt.
Jeder, der seit dem 14. Dezember aus Großbritannien oder Südafrika in die Schweiz gekommen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Ein negatives Testresultat hebt die Quarantäne nicht auf, so das Gesundheitsamt.
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Vom 14. Dezember bis zur Einstellung der Flüge sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa 92 Flugzeuge aus Großbritannien angekommen sein. Die Behörden gehen demnach von etwa 10.000 Fluggästen seit dem 14. Dezember aus.
Für die Suche nach den Gästen und die Kontaktverfolgung bei Infizierten sind laut der Agentur die Gesundheitsbehörden der Kantone zuständig. Unter den Eingereisten sollen Tausende Skiurlauber sein.
Nur einige Schweizer Kantone haben ihre Skigebiete über die Feiertage geschlossen. Nach örtlichen Medienberichten läuft der Skibetrieb immer noch in den Kantonen Wallis mit Zermatt, Saas Fee und Crans Montana und Graubünden mit Davos-Klosters und Engadin-St. Moritz. Im Wallis dürfen Restaurants in den Skigebieten geöffnet bleiben.
Zuvor hatte der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, die Behauptungen, dass die neue Coronavirus-Variante 70 Prozent ansteckender sein solle, als unwissenschaftlich zurückgewiesen. Nach der Einschätzung Drostens sowie des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, dürfte die Variante Deutschland bereits erreicht haben. In der Schweiz wurde laut dem Bundesrat bisher keine Mutation nachgewiesen.
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