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BioNTech-Chef: Corona-Impfstoff kann schnell an neue Virusvarianten angepasst werden

© REUTERS / BioNTech SE 2020, all rights reserved / HandoutWettlauf der Corona-Impfstoffe: Zu schnell und zu gefährlich?
Wettlauf der Corona-Impfstoffe: Zu schnell und zu gefährlich? - SNA, 1920, 22.12.2020
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BioNTech-Chef Uğur Şahin ist zuversichtlich, dass der Corona-Impfstoff seines Unternehmens auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte neue Virusmutation wirksam sein wird. BioNTech habe sein Vakzin bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten getestet, und die Immunantwort habe stets alle Virusformen inaktiviert, sagte Şahin gegenüber der dpa.
Der Impfstoff müsse experimentell getestet werden. Das werde etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. Zwar sei das Virus jetzt etwas stärker mutiert, aber man sei zuversichtlich, dass der Wirkungsmechanismus dadurch nicht signifikant beeinträchtigt wird.
Das Antigen, das das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner Pfizer für den Impfstoff nutzen, setzt sich laut Şahin aus über 1270 Aminosäuren zusammen, von denen jetzt nur neun mutiert seien.

„Unser Impfstoff sieht das ganze Protein und bewirkt multiple Immunantworten. Dadurch haben wir so viele Andockstellen, dass das Virus schwer entkommen kann. Das bedeutet aber nicht, dass die neue Variante harmlos ist“, sagte Şahin.

Ihm zufolge kann der BioNTech-Impfstoff auf Basis des Botenmoleküls mRNA prinzipiell schnell an neue Varianten angepasst werden.
Laut Şahin hatte das lange Zulassungsverfahren der EU keinen Einfluss auf die Menge der Impfdosen, die das Mainzer Unternehmen vorproduziert habe. "Wir hatten schon vorab seit November eine Aufteilung der Impfdosen geplant, an die halten wir uns auch."

Die bisher schnellste Arzneimittelzulassung

Die am Montag erfolgte EU-Genehmigung für den BioNTech-Impfstoff nannte Şahin die „historisch mit großem Abstand schnellste Arzneimittelzulassung“.
Weder der Unternehmenschef selbst noch seine Frau, die Biontech-Mitgründerin und medizinische Geschäftsführerin Özlem Türeci, haben sich nach seinen Worten bislang mit dem Wirkstoff ihrer Firma impfen lassen. „Wir möchten das aber, sobald wir eine entsprechende Grundlage dafür haben“, sagte er.
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Şahin plant, neben den BioNTech-Werken in Mainz und Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz und demnächst auch im hessischen Marburg auch weitere Produktionsstätten einzurichten, die über eine Partnerschaft aktiviert werden könnten. Zudem gebe es noch die bereits bekannte Partnerschaft mit dem Pharmaunternehmen Dermapharm, das auch für BioNTech produziere. „Wir streben danach, Dosen, die für die zweite Hälfte 2021 geplant waren, schon in der ersten Hälfte verfügbar zu machen“, sagte Şahin.
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