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Alienbotschaft oder kosmisches Phänomen? Signal aus nur vier Lichtjahren Entfernung empfangen

Ufo (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.12.2020
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Das Signal BLC1 sticht vor dem kosmischen Hintergrund extrem hervor und dürfte nicht von menschlicher Technik im Erdorbit stammen. Es kommt aus der Nähe des Sterns Alpha Centauri, der nur 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und eventuell über einen lebensfreundlichen Planeten verfügt. Natürliche Quelle oder Alientechnologie?
Im August 1977 zeichnete der Astrophysiker Jerry Ehman auf der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz das berühmte „Wow!-Signal“ auf. Es zeichnete sich klar vor dem Hintergrundrauschen ab und bewegte sich ziemlich deutlich bei 1420 Megahertz. Da das Signal extrem schmalbandig war und Ähnlichkeit mit Antennensignalen hatte, gab es eine Welle der Hoffnung auf den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation. Ebenso kam Skepsis auf, da das Signal natürlichen Ursprungs sein konnte, etwa infolge eines Pulsar-Ausbruchs. Auch ein Computer-Fehler am Big-Ear-Teleskop, das das Signal als einziges auf der Erde empfangen hatte, stand im Raum. Gelöst ist diese Frage bis heute nicht eindeutig.
Nun sind Astronomen in Daten des australischen Parkes-Teleskop aus dem April und Mai 2019 auf ein weiteres „faszinierendes Signal“ gestoßen, das dem „Wow!-Signal“ in nichts nachsteht. Diesmal handelt es sich um ein schmalbandiges Radiosignal im Bereich von 980 Megahertz und es kommt aus nächster Nähe, nämlich vom Roten Zwerg Proxima Centauri, der gerade einmal 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.
Würde sich herausstellen, dass es sich um eine sogenannte „Technosignatur“ handelt, also ein Schwingungsmuster, das nur künstlichen Ursprungs sein kann, dann wäre das eine gute Nachricht für alle, die noch zu Lebzeiten etwas über mögliche Außerirdische erfahren möchten. Denn knapp alle acht Jahre könnten Erde und Proxima Centauri Botschaften austauschen. Noch interessanter wird dieses Signal, wenn man bedenkt, dass um Proxima Centauri der Exoplanet Proxima Centauri b kreist, der nach Erkenntnissen aus dem Jahr 2018 lebensfreundlich sein könnte.
Himmel (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.12.2020
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Künstliches oder natürliches Signal?

Eine gute Nachricht gibt es bereits: Es ist unwahrscheinlich, dass hier irrtümlich ein Signal von der Erde empfangen wurde, da weder Raketen noch Satelliten in diesem Schwingungsbereich arbeiten. Ebenfalls hochinteressant: Das Signal soll eine Phasenverschiebung aufweisen, die typisch für die Bewegung eines Planeten ist.
Die Leiterin der Analyse dieses Signals, Sofia Sheikh, zeigt sich begeistert:
„Es ist das aufregendste Signal, das wir innerhalb des „Breakthrough Listen Projekts“ gefunden haben, weil es bisher kein Singal durch so viele unserer Filter geschafft hatte.“
Das „Breakthrough Listen Projekt“ nutzt Teleskope weltweit, um das Weltall nach künstlichen Signalen abzulauschen. Seinen Namen verdankt das neue Signal diesem Umstand: Es heißt BLC1, was für „Breakthrough Listn Project Candidate 1“ steht.
Gegenwärtig arbeitet die Forschungsgruppe, die das Signal untersucht hatte, an einer Studie zu dem Thema. Eine Entscheidung, ob das Signal nun künstlich oder natürlich ist, wird sich schwierig gestalten. Zum einen ist nicht klar, wie Außerirdische – wenn es sie geben sollte – kommunizieren und wie man ein solches Signal lesen sollte, zum anderen entdecken Astronomen Tag für Tag neue natürliche Quellen, die ganz besondere Signale aussenden. Selbst wenn diesem Signal also keine bekannte Objektklasse zugeordnet werden sollte, heißt das nicht, dass es da draußen nicht unbekannte Objekte gibt, die solche schmalbandigen Radiosignale aussenden.
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