Virusvariante sorgt für Reisestopps, 900-Milliarden-Dollar-Hilfspaket, Weitere Brexit-Gespräche

CC0 / Free-Photos / Was in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 21.12.2020
Reiseverbot wegen Virus-Mutation; USA beschließen milliardenschweres Corona-Hilfspaket; Schwierigkeiten zum Impfstart; Brexit und Fischerei – Verhandlungen werden fortgesetzt; Kölner Archiv steht wieder
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

Reiseverbot wegen Virus-Mutation

Reiseverkehr mit Großbritannien - SNA, 1920, 21.12.2020
Corona-Mutation: Mehr als 20 Länder stoppen Reiseverkehr mit Großbritannien
Das Bundesverkehrsministerium ordnete am Sonntag an, dass ab Wochenbeginn keine Flüge von Großbritannien in Deutschland landen dürfen. Von der Regelung sind nur reine Frachtflüge ausgenommen. Berlin schließt seine Grenzen aufgrund einer neuen Mutation des Coronavirus. Diese ist laut Medienberichten bis zu 70 Prozent ansteckender als das herkömmliche Coronavirus. Die neue Variation des Virus ist momentan vor allem in der Hauptstadt London und in Südostengland zu finden. Auch die lokalen Behörden haben auf dieses Risiko reagiert und einen regionalen Shutdown samt Ausgangs- und Reisesperren angeordnet.
Die neue Virus-Mutation soll bereits in anderen Ländern festgestellt worden sein, darunter in Italien. Auch in Dänemark soll es Fälle geben. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte gegenüber der „Welt“: „Es wird ja erst seit Kurzem überhaupt auch diese neue Variante gezielt getestet. Man kann nicht ausschließen, dass es schon viele Infektionen auf dem Kontinent gibt.“

USA beschließen milliardenschweres Corona-Hilfspaket

Es hat Monate gedauert, und jetzt ist es da: Die USA verabschiedeten am Sonntagabend ein 900 Milliarden Dollar schweres Corona-Konjunkturpaket. Die finanzielle Hilfe soll an kleine Betriebe gehen, aber es soll auch eine temporäre Aufstockung der Arbeitslosenhilfen um wöchentlich 300 Dollar pro Kopf geben. Dieses Paket sei historisch, so Chuck Schumer, demokratischer US-Senator. Das Konjunkturpaket stelle das zweitgrößte in der Geschichte des Landes dar. Dennoch müsse noch mehr getan werden. „Die Einigung, die wir erzielt haben, ist alles andere als perfekt“, zitiert die dpa Schumer.

Schwierigkeiten zum Impfstart

Der Start zur Impfung könnte holprig werden, verkündete Jens Spahn im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Es wird am Anfang ruckeln, da gibt es auch nichts drum herum zu reden“, sagte der Gesundheitsminister. Es sei ein Lernprozess, der auf Bevölkerung und Politik zukommt. Gerade beim Auffahren der Impfzentren sei man aufeinander angewiesen und müsse miteinander lernen. „Wir sind bestmöglich vorbereitet, aber jetzt wird es konkret“, so Spahn.
Gesundheitsminister Jens Spahn - SNA, 1920, 20.12.2020
Corona-Impfstart in Deutschland: Spahn deutet auf Anlaufprobleme hin
Die Errungenschaften von Großbritanniens sollte Deutschland ebenfalls erreichen, meinte er weiter. Konkret heiße das, dass in den ersten zwölf Tagen mehr als 300.000 Menschen den neuen Impfstoff erhalten sollten. Dabei sollen zuerst unter anderem Pflegeheime durchgeimpft werden. Pflegebedürftige, die sich außerhalb von Heimen befinden, sollen ebenfalls geimpft werden. Für diese seien die Behörden vor Ort zuständig, so Spahn.

Brexit und Fischerei – Verhandlungen werden fortgesetzt

Bereits seit Monaten wird zwischen der EU und Großbritannien über das Austreten des Landes aus der Union und die damit verbundene Neuaushandlung von Verträgen diskutiert. Die hängt nun an einem seidenen Faden: Das Gespräch zwischen den Seiten werde scheitern, sollte die EU ihre Position hinsichtlich der Fischereirechte nicht „wesentlich“ verändern, schreiben britische Medien über die Position der Regierungskreise. Die Wahrscheinlichkeit, dass kein Abkommen gelingt, wird somit nun größer. Auch am Montag sollen die Gespräche über einen Brexit-Handelspakt fortgesetzt werden. Damit ist klar, dass ein fertiger Vertrag nicht mehr vor Jahresende ratifiziert werden kann. Am 31. Dezember wird Großbritannien den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen, um den Brexit auch wirtschaftlich abzuschließen.

Kölner Archiv steht wieder

Über elf Jahre ist der Einsturz des Kölner Stadtarchives her, der zwei Anwohnern am 3. März 2009 das Leben kostete. Nun steht ein Neubau an der Stelle, der so gut wie fertiggestellt ist. Oberbürgermeisterin Henriette Reker teilte mit: „Planerisch wie baulich wurde hier Großartiges realisiert.“ Mit dem neuen Kölner Stadtarchiv sei gleichzeitig Europas mordernstes kommunales Archiv entstanden. Die Gebäudetechnik sei einzigartig und klimastabil entwickelt und verbaut.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала