Urteil verkündet: Höchststrafe nach Terroranschlag von Halle

© REUTERS / Ronny HartmannDer Angeklagte Stephan Balliet wurde am Montag in Magdeburg zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt
Der Angeklagte Stephan Balliet wurde am Montag in Magdeburg zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt - SNA, 1920, 21.12.2020
Im Prozess zum rechtsterroristischen Anschlag von Halle ist der Angeklagte Stephan Balliet am Montag zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.
Richterin Ursula Mertens sagte laut deutschen Medien:
„Die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt, Unterbringung in der Sicherungsverwahrung wird angeordnet.“
Der 28-Jährige wurde auch des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in weiteren zahlreichen Fällen schuldig gesprochen.
Der 28-jährige Täter Stephan Balliet wollte 52 Menschen töten, die sich in der Synagoge in Halle versammelt hatten, um Jom Kippur, den heiligsten Tag im jüdischen Kalender, zu feiern. Mit selbstgebastelten Schusswaffen versuchte er in die Synagoge einzudringen, scheiterte jedoch. Stattdessen erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem nahegelegenen Kebab-Laden.
Balliet gestand die Verbrechen und begründete sie mit antisemitischen und rassistischen Verschwörungstheorien. Die Staatsanwälte forderten eine lebenslange Haftstrafe.
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