„Sputnik V“: Impfung von über 60-Jährigen möglicherweise nach Neujahr erlaubt

© REUTERS / TATYANA MAKEYEVACOVID-19 - Coronavirus Impstoff "Sputnik V"
COVID-19 - Coronavirus Impstoff Sputnik V - SNA, 1920, 21.12.2020
Der Chef des russischen Gamaleja-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, hat sich gegenüber dem Fernsehsender RT zu den Plänen für Impfungen mit dem vom Institut entwickelten Präparat „Sputnik V“ geäußert.
Derzeit darf der Impfstoff nur für Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren verwendet werden. Nach Ginzburgs Einschätzung soll die Impfung auch von älteren Patienten bald erlaubt werden.
„Tests in Altersgruppen von 60 und älter werden derzeit abgeschlossen, und sofort nach Neujahr wird es in die Zulassungsbescheinigung der Vakzine ‚Sputnik V‘ eingetragen, dass sie für Personen im Alter von über 18 Jahren und ohne obere Altersbegrenzung verwendet werden darf“, sagte der Mikrobiologe in einem am Sonntag auf dem YouTube Kanal RT Rossiya veröffentlichten Interview.
Der 69-jährige Forscher wurde eigenen Angaben zufolge noch im März mit dem Serum vakziniert. Sein Antikörper-Titer liege bei 1/3200, was „sehr hoch“ sei. Ähnliche Kennwerte haben laut Ginzburg Spender, deren Plasma für die Behandlung von Covid-19-Patienten verwendet wird.
 Coronavirus Impstoff Sputnik V - SNA, 1920, 21.12.2020
„Sputnik V“ auch gegen mutierten Coronavirus-Stamm wirksam – RDIF-Chef
Im August hatte das russische Gesundheitsministerium den weltweit ersten Impfstoff zur Vorbeugung der Covid-19-Erkrankung registriert, der vom Gamaleja-Institut in Moskau gemeinsam mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt worden war.
Die Vakzine, die den Namen „Sputnik V“ erhielt, besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden.
Am 14. Dezember war berichtet worden, dass die Analyse von drei Kontrollpunkten im Rahmen klinischer Studien eine Wirksamkeit des russischen Corona-Impfstoffs von mehr als 90 Prozent ergeben hatte.
Das Gamaleja-Forschungszentrum und der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca haben ein Memorandum über Kooperation abgeschlossen. Alexander Ginzburg kündigte daraufhin den Start gemeinsamer Testungen einer Kombination des „Sputnik V“-Serums und des Impfstoffs AZD1222 von AstraZeneca gemeinsam mit der Universität Oxford an.
Eine Impfstation in Berlin - SNA, 1920, 21.12.2020
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