IWF: Banken wollen auch Daten sammeln

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Internationaler Währungsfonds (Archivbild) - SNA, 1920, 21.12.2020
Bei Kreditvergaben gibt es nur wenige Parameter: Festes Einkommen, wenige Schulden und eine „saubere“ finanzielle Vergangenheit. Diese beschränkten Instrumente machen aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) viele Kredite unmöglich. Als Lösung stellt es den Zugriff von Banken auf das gesamte Online-Verhalten der Nutzer in den Raum.
Die vielen Daten, die über das Online-Verhalten von Menschen gesammelt werden, sind nicht nur für die Werbebranche und Sicherheitsbehörden von Interesse. Jeder, der auf Grundlage von Daten seine Entscheidungen trifft und sein Geschäft durch höhere Datenflüsse verbessern kann, wünscht sich ein Stück vom digitalen Kuchen.
Einer von den größeren Interessenten ist der Internationale Währungsfonds (IWF), der in einem neuen Beitrag erläutert, wieso ein Zugriff von Finanzinstituten auf mehr Daten für die Menschen, die diese Daten liefern, von Vorteil sein soll.
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Banken wollen Zugriff auf alle Online-Daten

Eigenen Forschungen des IWF zufolge sollen Webnavigation, Suchverhalten und die online getätigten Käufe besonders wertvolle Datenquellen für die Vergabe von Krediten sein. Also im Grunde alles, was das Online-Verhalten vom Normalsterblichen ausmacht. Laut IWF soll das einer Reihe von Menschen Zugang zu Krediten ermöglichen, die sonst von den Finanzinstituten übersehen werden. Die Autoren des Beitrags und einer entsprechenden Studie vom August argumentieren, dass ein besseres Bild der (Online-)Geschichte des Kunden die Banken milder walten lässt.
Immerhin räumen die Autoren auch ein, dass das zu großen Sorgen rund um Privatsphäre und Datenschutz führen dürfte und deshalb nicht eben so leicht umgesetzt werden kann. Auch erklären sie nicht im Detail, wie eine solche Datenweitergabe aussehen sollte, ob also Facebook, Amazon & Co. unsere Daten direkt weiterleiten oder ob die Nutzer selbst diese Daten mit den Banken teilen.
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