Beleidigungsvorwürfe gegen Tedesco: Moskaus Trainer bestraft

© AP Photo / Michael ProbstDer frühere Schalke-Coach Domenico Tedesco
Der frühere Schalke-Coach Domenico Tedesco - SNA, 1920, 21.12.2020
Laut einer Mitteilung des russischen Fußballverbands (RFS) von Montag ist der frühere Bundesliga-Trainer und Coach von FC Spartak Moskau, Domenico Tedesco (35), wegen einer „beleidigenden Geste“ bestraft worden.
Tedesco sei für drei Meisterschaftsspiele gesperrt worden und muss eine Geldstrafe in Höhe von 556 Euro (50.000 Rubel) zahlen, teilte der für Disziplinarsachen zuständige Ausschuss des RFS mit. Tedesco hatte Medienberichten zufolge nach einer Niederlage gegen Sotschi dem Torwart Soslan Dschanajew den Handschlag verweigert.
Bestraft wurde auch Sotschis Torwarttrainer Dmitri Borodin, der zu Tedesco gesagt hatte: „Das ist unser Land“. Der Deutsche hätte sich entsetzt gezeigt über die Anfeindung, Borodin habe sich wegen „beleidigender und rassistischer Äußerungen“ in der Kritik gesehen, hieß es bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Russe muss nun wegen „unsportlichen Verhaltens“ ebenfalls 556 Euro zahlen. Sotschi-Eigentümer Boris Rotenberg hatte Tedesco aufgefordert, mit Anstand zu verlieren.
Tedesco hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Spartak nicht zu verlängern. Vor allem die Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie machen ihm zu schaffen.
„Ich vermisse meine Familie, vor allem meine Tochter“, sagte der frühere Schalke-Coach.
Zwischen Russland und der EU gibt es seit dem Frühjahr keinen regulären Flugverkehr wegen der Pandemie.
Tedesco hatte Spartak Moskau vor mehr als einem Jahr im Abstiegskampf übernommen und die Mannschaft in der Vorsaison noch auf Platz sieben geführt. Der Verein hatte noch vor kurzem angekündigt, den Deutschen länger binden zu wollen.
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