Doppelt so viele Ermittlungsverfahren gegen Clans in Berlin

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Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 21.12.2020
In Berlin sind in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Ermittlungsverfahren gegen die Organisierte Kriminalität von Clans geführt worden als im Jahr zuvor. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) wertete die Entwicklung als Erfolg.
„Dies zeigt einmal mehr, dass die verstärkte und konsequente Bekämpfung dieser Strukturen auf allen Ebenen erfolgreich ist“, erklärte Geisel.
Laut dem am Montag veröffentlichten Lagebild Organisierte Kriminalität (OK) der Berliner Polizei gab es 2019 insgesamt elf Clan-Verfahren. 2018 waren es demnach noch fünf sogenannte OK-Komplexe gewesen. Vier der Verfahren gegen Clans lagen im Bereich der Eigentumskriminalität, vier weitere betrafen Rauschgifthandel/-schmuggel.
Interpol-Chef Jürgen Stock - SNA, 1920, 21.12.2020
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„Clankriminalität“ wird in dem Bericht definiert als „die Begehung von Straftaten durch Angehörige ethnisch abgeschotteter Subkulturen“.
Laut dem aktuellen Bundeslagebild gab es im vergangenen Jahr 56 Verfahren gegen Organisierte Kriminalität mit insgesamt 432 Tatverdächtigen. 2018 waren es 59 Verfahren mit 462 Verdächtigen. Bundesweit stieg die Zahl der Ermittlungsverfahren von 535 auf 579 im Jahr 2019. Berlin steht dabei nach Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen an vierter Stelle.
Neben den elf Clan-Verfahren enthielt der Bericht für Berlin auch zwei weitere Schwerpunkte: So gab es 2019 fünf Verfahren gegen Rockerkriminalität (eins weniger als 2018) und sieben Verfahren gegen Russisch-Eurasische Organisierte Kriminalität (fünf weniger als 2018).
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