21-jährige „Miss France“-Kandidatin antisemitisch beleidigt – Justiz leitet Untersuchung ein

© AFP 2022 / LOIC VENANCEWettbewerb "Miss France 2021"
Wettbewerb Miss France 2021  - SNA, 1920, 21.12.2020
Die französische Justiz hat eine Untersuchung wegen „rassistischer Beleidigungen und Aufstachelung zum Rassenhass“ eingeleitet, nachdem eine Reihe von antisemitischen Kommentaren gegen die Zweitplatzierte des bekannten Wettbewerbs „Miss France 2021“ in sozialen Netzwerken aufgetaucht war.
Dies bestätigte am Montag die Pariser Staatsanwaltschaft gegenüber den Medien. Die Kommentare waren Medienberichten zufolge gegen die 21-jährige April Benayoum gerichtet, die zuvor den Titel „Miss Provence“ gewonnen hatte. Am Samstagabend hatte sie beim nationalen Wettbewerb jedoch den zweiten Platz belegt. Gewinnerin des Wettbewerbs war Amandine Petit aus der nordwestfranzösischen Region Normandie. Vorher hatte Benayoum mitgeteilt, ihr Vater habe israelische Wurzeln.
Laut dem französischen Justizminister Eric Dupond-Moretti werde die Justiz denjenigen die Augen öffnen, die die Gelegenheit nutzten, antisemitischen Hass zu verbreiten. Der französische Innenminister Gerald Darmanin kommentierte die Ermittlungen, indem er „zutiefst über die Beleidigungen schockiert“ sei.
Die Veranstalter des Schönheitswettbewerbs verurteilten die Kommentare ebenfalls und teilten dabei mit, dass diese „völlig unvereinbar mit den Werten der Snow“ seien.
Der nationale Wettbewerb „Miss France 2021“ hatte am 19. Dezember in der Region Pays de la Loire in Frankreich stattgefunden.
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