Großbritannien beschließt schärfere Ausfuhrregeln für Kulturgüter

© SNA / Kirill Kalinnikow / Zur BilddatenbankGemälde (Symbolbild)
Gemälde (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.12.2020
Dank der Verschärfung der geltenden Ausfuhrregeln will Großbritannien bewirken, dass wichtige Kulturgüter im Lande bleiben.
Gemäß der neuen Regelung muss der Anbieter die Offerte eines Museums, einer Galerie oder einer Privatperson künftig im Vereinigten Königreich akzeptieren, wenn diese so hoch ist wie die aus dem Ausland.
Bisher hatte ein sogenanntes „Gentleman's Agreement“ gegolten - ein britischer Interessent erhielt Zeit, um genügend Geld für ein gleichwertiges Angebot zu sammeln. Der Verkäufer war jedoch nicht verpflichtet, dieses Angebot anzunehmen. Darum seien in den vergangenen fünf Jahren acht Werke für britische Sammlungen verloren worden, teile das britische Kulturministerium mit.
„Unsere Museen und Galerien sind voll von Schätzen, die uns erzählen, wer wir sind und wo wir herkommen. Die neuen Regeln tragen dazu bei, Werke zu retten und zur Erziehung und Inspiration künftiger Generationen zu verwenden“, sagte die Staatssekretärin Caroline Dinenage.
Es ist die erste Änderung im Ausfuhrsystem für Kulturgüter seit 65 Jahren. Mit der Reform werde die „Uneindeutigkeit“ beseitigt, die dazu geführt habe, „dass wichtige Kunstwerke für die Nation verloren gegangen sind“, sagte der Leiter der National Gallery in London, Gabriele Finaldi.
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