Feier in Essener Arztpraxis eskaliert – Polizistin in Finger gebissen

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Polizeiauto (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.12.2020
In Essen sind Beamte wegen einer Weihnachtsfeier in einer Arztpraxis alarmiert worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Lage eskalierte beim Auflösen der verbotenen Feier.
Die Polizisten wurden demzufolge zu einer Ruhestörung gerufen, die sich als Weihnachtsfeier entpuppte. Ein 35-jähriger Mann und vier Frauen im Alter zwischen 26 und 59 Jahren feierten in der Praxis und trugen dabei keinen Mundschutz. Alle fünf gehörten unterschiedlichen Haushalten an.
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Der Arzt erklärte den eingetroffenen Ordnungshütern, dass man heute den letzten Arbeitstag gehabt hätte. Er habe seine Angestellten „nach einem schweren Jahr mit einer kleinen Feier belohnen“ wollen.
Mit Blick auf die am 16. Dezember in Kraft getretene Coronaschutzverordnung, die Partys und vergleichbare Feiern generell untersagt, beendeten die Beamten dann die Feier. Der Arzt und eine 26-jährige Frau zweifelten die Rechtmäßigkeit der Maßnahme allerdings lautstark an, so die Mitteilung.
Als die Polizisten sie nach ihren Ausweisen durchsuchten, leisteten der 35-Jährige und die 26-Jährige Widerstand, die Frau biss eine Beamtin in den Finger. Zur Klärung des Sachverhalts wurden beide zur Wache Mitte gebracht, wo ihnen auch eine Blutprobe entnommen wurde, hieß es. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.
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Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 76,4 Millionen weltweit. Bislang sind 1,6 Millionen Corona-Patienten gestorben.
In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge bisher insgesamt 1.494.009 Corona-Infizierte bis Sonntagmitternacht registriert – ein Anstieg um 22.771 im Vergleich zum Vortag.
Insgesamt starben laut dem Institut 26.049 Patienten an der durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenerkrankung, was ein Plus von 409 Todesfällen gegenüber Samstag bedeutet.
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