Drohne stößt gegen Glockenturm der Berliner Gedächtniskirche – Niemand verletzt

CC0 / pixel2013 / Pixabay / Drohne (Symbolbild)
Drohne (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.12.2020
Eine Drohne ist gegen den Glockenturm der Berliner Gedächtniskirche geflogen und hat sich in der Fassade verkeilt. Das steckengebliebene Fluggerät wurde von der Feuerwehr entfernt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, meldet DPA.
Wie ein Sprecher des polizeilichen Lagedienstes mitteilte, hatten zwei Männer die Drohne am Sonntagmorgen ferngesteuert, um Filmaufnahmen von der berühmten Kirche am Breitscheidplatz zu machen.
„Die Drohne hatte anscheinend einen schwachen Akku und blieb gegen 1.00 Uhr in einer Wabe der Eiermann-Fassade hängen“, so der Sprecher.
Er äußerte die Vermutung, dass die Drohne von einer Windböe gegen den Glockenturm gedrückt worden sei. In der Zone rund um die Gedächtniskirche gilt ein Flugverbot. Die beiden 27- und 31-Järhigen, die den Vorfall verursacht haben, müssten sich nun wegen Verstoßes gegen die Luftfahrtregeln verantworten.
Wie die „B.Z.“ und die „Bild“-Zeitung zuvor berichteten, habe es sich bei dem Vorfall um keinen Anschlag gehandelt, niemand sei verletzt worden.
Das Fluggerät wurde beschlagnahmt. Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, dauerte der Bergungseinsatz unter Teilnahme von zehn Kräften über zwei Stunden und war recht aufwendig. Wegen der großen Höhe des Turms musste die Feuerwehr einen großen LKW-Hubsteiger mit Gelenkmast einsetzen.
Am Abend zuvor war in der Kirche mit einem Gottesdienst der Opfer des Terroranschlags vom 19. Dezember 2016 gedacht worden.
Die Gedächtniskirche wurde von 1891 bis 1895 errichtet. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm bewusst als Ruine belassen, ein moderner Hautteil des Architekten Egon Eiermann wurde später hinzugebaut.
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